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Zweite Liga: Trierer erwartet "fieser" Linz

Alemannia Aachen neuer Tabellenführer

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Zweikampf in der Luft: der Bielefelder Roland Benschneider (r) und Aachens Eric Meijer.

Bei Alemannia Aachen haben die närrischen Tage schon 48 Stunden vor dem ominösen 11.11. begonnen. Durch einen 2: 0-Erfolg über Arminia Bielefeld schüttelte die Mannschaft von Trainer Jörg Berger nicht nur einen Verfolger ab, sondern übernahm am zwölften Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga auch die Tabellenführung.

Im Windschatten des ehemaligen Bundesligisten konnte auch der Karlsruher SC seine Verfolgerposition festigen. Die Badener setzten sich gegen den VfB Lübeck ebenfalls mit 1:0 durch und machten einen gewaltigen Sprung vom sechsten auf den dritten Tabellenplatz. Der enthronte Spitzenreiter Energie Cottbus könnte sich allerdings Rang eins durch einen Heimsieg am Montag (20.15 Uhr/live bei Premiere und im DSF) gegen Neuling FC Erzgebirge Aue zurückerobern.

Klopp: "So will ich uns nie mehr spielen sehen"

Dagegen verpasste Mainz 05 die Chance, zumindest für einen Tag die Tabellenspitze zu übernehmen. Bei der 1:3-Heimniederlage gegen die von Interimstrainer Werner Dressel betreute SpVgg Greuther Fürth enttäuschte der Aufstiegsfavorit auf der ganzen Linie. 05-Coach Jürgen Klopp war daher schwer bedient: "Fürth hat mit wahnsinnig viel Herz gespielt, wir nicht. So will ich uns nie mehr Fußball spielen sehen."

Dank eines Last-Minute-Sieges mit 2:1 gegen Jahn Regensburg hält auch Rot-Weiß Oberhausen im Aufstiegsrennen mit. "Meine Frau hat mir am Morgen ein bayerisches Frühstück zubereitet, vielleicht hat uns das Glück gebracht", scherzte RWO-Coach Jörn Andersen, der seiner Mannschaft zur Belohnung drei freie Tage schenkte. Kollege Ingo Peter nahm die späte Niederlage gelassen: "Wir haben nur einen Punkt verloren, aber keinen Krieg."

Glücklicher Pagelsdorf: "Ein Sieg, der Mut macht"

Am Neuling aus Mittelbayern vorbei gezogen ist erstmals Mitaufsteiger VfL Osnabrück. Die Niedersachsen feierten beim 3:0-Erfolg gegen Eintracht Trier ihren höchsten Saisonsieg und machten ihren Trainer Frank Pagelsdorf glücklich: "Ein Sieg, der Mut macht, auch weil wir viel mehr Torchancen als zuletzt herausgerbeitet haben."

Weniger gemütlich wird es in den kommenden zwei Wochen bei den Gästen, die auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen sind, zugehen. "Ich habe mich lange genug vor die Mannschaft gestellt, jetzt werde ich die Zügel anziehen. Die Spieler werden mich neu kennenlernen und zwar als fiesen Paul Linz", drohte der Eintracht-Coach und kündigte ironisch an: "Dabei wünsche ich ihnen viel Spaß.

Union Berlin weiter auf einem Abstiegsplatz

Noch düsterer allerdings die Situation bei alten und neuen Tabellenschlusslicht LR Ahlen nach einem 2:2-Unentschieden gegen Aufsteiger SpVgg Unterhaching. Weiter auf einem Abstiegsplatz steht auch Union Berlin, das Team aus der Hauptstadt verlor beim 1. FC Nürnberg mit 0:3. In einem Mittelfeld-Duell unterlag Wacker Burghausen dem MSV Duisburg mit 1:2.

sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 9. November 2003 17:10 von aj

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