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Weltcup-Auftakt in Hamar: Niemann Vierte beim Comeback

Friesinger gewinnt Prestigekampf vor Pechstein

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Anni Friesinger: "Ich bin glücklich, dass ich auf diesem schwierigen Eis gewonnen habe."

Hamar - Anni Friesinger hat vom Traum-Trio des deutschen Eisschnelllaufs den besten Start in den Weltcup erwischt.

Beim Saisonauftakt im "Wikingerschiff" von Hamar besiegte die Dreifach-Weltmeisterin aus Inzell im ersten direkten Aufeinandertreffen über 3000 m ihre Rivalinnen Claudia Pechstein und Gunda Niemann-Stirnemann. Über ihre Weltrekordstrecke 1500 m musste sich Friesinger jedoch am Sonntag als Zweite der US-Amerikanerin Jennifer Rodriguez geschlagen geben.

Von Rodriguez übertrumpft

"Der Lauf war nicht ganz rund, mein Tempogefühl noch nicht hundertprozentig. Ich bin ein wenig zu langsam angegangen", sagte die Olympiasiegerin aus Inzell, nachdem sie in ihrer Paradedisziplin trotz erstklassigen 1:58,14 Minuten von der Olympiadritten Rodriguez (1:57,57) übertrumpft worden war. Platz drei ging an die Niederländerin Renate Groenewold (1:59,44), Claudia Pechstein wurde Fünfte in 2:00,36 Minuten. Der Triumph von Rodriguez kam nicht überraschend, nachdem die Amerikanerin bereits am Vortag über 3000 m als Schnellste der B-Gruppe in 4:07,07 Minuten überragt hatte.

Pechstein freut sich auch über Rang zwei

Anni Friesinger reichten 4:07,31 Minuten zum Sieg in der A-Gruppe vor Pechstein (4:08,06) und Groenewold (4:08,39). Der Erfolg fiel der 26-Jährigen schwerer als erhofft. "Ich bin glücklich, dass ich auf diesem schwierigen Eis gewonnen habe. Ich konnte nicht so gleiten wie gewohnt und musste richtig arbeiten", sagte die Inzellerin. Zu Gute kam Friesinger auf Pechsteins Weltrekorddistanz, dass sie erst im letzten Laufpaar antreten musste und somit die Zeit der Erzrivalin bereits wusste. Die Berlinerin freute sich auch über Rang zwei: "Ich war überaus nervös, bin mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden."

Niemann nach Babypause: "Nominierung für WM schon sicher"

Die 37 Jahre alte Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann wurde bei ihrem Weltcup-Comeback nach zweieinhalbjähriger Babypause sehr gute Vierte in 4:09,68 Minuten. Die 19-malige Weltmeisterin hatte am 17. Februar 2001 an gleicher Stätte den letzten ihrer insgesamt 98 Weltcup-Siege gefeiert. "Das Schönste ist, dass ich damit die Nominierung für die Einzelstrecken-WM im kommenden März in Seoul schon sicher habe", meinte die Jahrhundert-Eisschnellläuferin aus Thüringen, die bereits am Samstagabend den Austragungsort der Olympischen Spiele von 1994 wieder in Richtung Heimat verließ.

Jan Friesinger blieb hinter den Erwartungen zurück

Bei den Männern blieb der deutsche Meister Jan Friesinger aus Inzell eine Woche nach seinem starken Saisondebüt von Erfurt über 1500 m hinter den Erwartungen zurück. In 1:50,68 Minuten belegte der Bruder von Anni Friesinger nur Rang 17. Der Dresdner Olympiadritte Jens Boden, der nach den schwachen Leistungen der letzten Saison in der B-Gruppe antreten musste, lief über 5000 m in 6:35,71 Minuten auf Rang drei der B-Gruppe hinter K.C. Boutiette (USA/6:30,23) und den Erfurter Rene Taubenrauch (6:35,30).

sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 9. November 2003 16:48 von aj

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