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Mo 24.02.2003

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Dem Finanzamt ein Schnäppchen schlagen
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Programme für die Steuererklärung im Test:

Dem Finanzamt ein Schnäppchen schlagen

Die Stiftung Warentest hat in ihrer "Finanztest"-Ausgabe digitale Steuergehilfen auf Heller und Pfennig geprüft.

Berlin - Ein paar Mausklicks und fertig ist die Steuererklärung. Einfach, schnell und zuverlässig soll das lästige Formularausfüllen mit Hilfe von PC-Programmen am heimischen Computer erledigt sein.

Für viele Verbraucher, die sich jetzt an die Einkommenssteuererklärung 2002 machen müssen, eine verlockende Aussicht. Doch nicht alle elektronischen Helfer holen wirklich den letzten Euro für den Steuerzahler heraus, wie ein Vergleich von "Finanztest" ergab:

In einfachen Fällen tut's billige Software

Der Testsieger "Steuer-Spar-Erklärung" berechnete demnach zwei von drei Fällen fehlerlos und vertat sich beim dritten Musterfall nur um drei Euro. Dafür gab es ein "sehr gut" der Tester. Das Programm kostet rund 35 Euro. Vier weitere Programme - "t@x Standard", "Taxman", "Wiso Sparbuch" und "QuickSteuer" schafften für Anschaffungskosten zwischen 15 Euro und 40 Euro jeweils ein "gut". Ein "befriedigend" gab es für das "Data Becker Steuer Sparpaket" für knapp 16 Euro. Der "Steuerlotse" und die "Capital Einkommen-Steuer" erhielten jeweils ein "ausreichend", sie kosten zwischen vier und 31 Euro. "Finanztest" weist aber darauf hin, dass auch die letztplatzierten Programme in einfachen Steuerfällen durchaus ihren Zweck erfüllen.

Kompliziertes Steuerrecht setzt sich in unübersichtlichen Oberflächen fort

Grundsätzlich monierten die Tester, dass viele Programme vor allem den Laien überfordern. Das liege zum Teil natürlich am komplizierten Steuerrecht, zum Teil aber auch an unübersichtlichen Benutzeroberflächen. Alle getesteten Programme - bis auf den Steuerlotsen - ermöglichen auch die Elektronische Steuererklärung (Elster), die per Internet direkt ans Finanzamt geschickt werden kann.

Grundsätzlich rät "Finanztest" bei einer Steuererklärung am PC, zunächst auf der Homepage des Herstellers nach einer möglichen überarbeiteten Version des Programms zu schauen. Ein Problem dabei ist die Sicherheit: Denn mangels Schutzvorrichtungen riskiert der Verbraucher bei "Capital Einkommen-Steuer", "Data Becker Steuer Sparpaket" oder "Steuerlotse", sich Viren oder so genannte Spähprogramme auf den heimischen Rechner zu ziehen. Das ist ärgerlich, vor allem, da ein Update bei Elster Pflicht ist.

 Links zum Thema 

finanztest.de

Elster - Elektronische Steuererklärung

Kein Programm ersetzt den Fachmann

Bei der Dateneingabe sollten zudem ein Auswahlfilter benutzt und nur die nötigen Punkte abgearbeitet werden. Am Schluss der Dateneingabe sollten die Formulare ausgedruckt und die Angaben möglichst mit dem Steuerbescheid und der Steuererklärung aus dem Vorjahr abgeglichen werden. Grundsätzlich gilt: Kein Programm ersetzt den Fachmann. In Zweifelsfällen sollte der Steuerzahler eine individuelle Beratung wahrnehmen.

AFP - Screenshot: Red.


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Zuletzt geändert am 24. Februar 2003 15:23 von mwege

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