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Uefa-Cup: Hertha gegen Boavista Porto, VfB Stuttgart bei Celtic Glasgow

Achtelfinale soll noch nicht das Ende sein

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Mit viel Selbstvertrauen zu Celtic Glasgow: VfB-Trainer Felix Magath.

Glasgow/Berlin - Hertha BSC Berlin droht eine "Geisterkulisse", während sich die jungen Wilden des VfB Stuttgart schon jetzt im "Paradies" befinden: Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen will das verbliebene Bundesliga-Duo in den Achtelfinal-Hinspielen des Uefa-Cups am Donnerstag den Grundstein für den wirtschaftlich lukrativen Viertelfinaleinzug legen.

"Wir haben spielerische Vorteile und wollen uns mit einem Unentschieden nicht begnügen. Ich hoffe auf einen Sieg", betonte VfB-Trainer Felix Magath vor dem Duell bei Schottlands Meister Celtic Glasgow (21.30 Uhr/live im ZDF). Allerdings wird der Auftritt vor 60.832 Fans im Celtic Park, im Volksmund "Paradies" genannt, alles andere als ein Spaziergang.

Millionen-Einnahme gegen Liverpool im Hinterkopf

Mit dem Sprung unter die letzten Acht würde sich auch für die Stuttgarter die angespannte wirtschaftiche Situation mit Verbindlichkeiten in Höhe von rund 16 Millionen Euro wesentlich entspannen. "Deswegen ist ein Weiterkommen enorm wichtig und richtungweisend", bestätigt der in Glasgow wegen eines Geschäftstermins fehlende VfB-Präsident Manfred Haas.

Wohlwissend, dass das mögliche Viertelfinale gegen den Zuschauermagneten FC Liverpool Einnahmen von mehr als drei Millionen Euro garantieren könnte - was dem VfB im Poker um Gehaltserhöhungen für die längst von anderen Klubs umworbenen Jungstars wie Kevin Kuranyi und Co eine bessere Ausgangsposition verschaffen würde.

Schotten ohne Sturmduo Larsson/Hartsen

Die Vorzeichen dafür stehen vor dem schon 15. europäischen Auftritt des VfB in dieser Saison gut, denn der 38-malige schottische Meister muss auf sein gefürchtetes Sturmduo verzichten. Der schwedische Nationalspieler Henrik Larsson (Kieferbruch), der in der laufenden Runde in allen Wettbewerben bereits 33 Treffer erzielte, und John Hartson (Sperre) fehlen.

Besonders nach der Serie mit jüngst nur einer Niederlage in fünf Bundesliga-Partien und auf Grund der Unterstützung von 3000 VfB-Fans im Celtic Park strotzt der VfB vor Selbstvertrauen. "Wir haben Respekt vor Celtic, aber wahrlich keine Angst", erklärte Kuranyi (20), dessen Zukunft vom Abschneiden im europäischen Wettbewerb abhängig sein könnte.

Hilferuf von Hertha-Manager Dieter Hoeneß

Ganz andere Sorgen haben die jüngst in der Bundesliga so erfolgreichen Berliner. Weil die Hertha-Fans ihren Lieblingen die kalte Schulter zeigen und bis Mittwoch nur 12.000 Karten für die Partie gegen Portugals Ex-Meister Boavista Porto (18.15 Uhr/live im ZDF) verkauft waren, startete Manager Dieter Hoeneß einen Hilferuf. "Ich kann nur an alle Berliner appellieren, dass sie kommen und uns helfen."

In der vierten Europacup-Runde mit rund 1,2 Millionen Euro Brutto-Einnahmen - hauptsächlich auf Grund der TV-Einnahmen - sollen erstmals größere Gewinne eingefahren werden, nachdem die ersten drei Runden mit Erfolgen über den FC Aberdeen/Schottland, Apoel Nikosia/Zypern und den FC Fulham/England im Saisonbudget fest eingeplant waren. Dieses Geld ist längst ausgegeben, während vom Achtelfinale trotz Erfolgsprämien für die Spieler zwischen 10.000 und 15.000 Euro möglichst viel übrigbleiben soll.

Von Ulrike Weinrich und Andreas Müller, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 19. Februar 2003 14:38 von sab

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