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So 16.02.2003
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Biathlon-Weltcup in Oslo: Fischer Zweiter hinter BjörndalenSiegerin Glagow in der Königsloge
Oslo - Martina Glagow erlebte den Biathlon-Weltcup am Holmenkollen wie einen wunderbaren Traum. Im Jagdrennen gelang der 23-Jährigen der erste Saisonsieg, anschließend erhielt sie eine Audienz bei Norwegens König und darf sogar mit dem Triumph im Gesamtweltcup liebäugeln. Auch Sven Fischer überzeugte in Olso, musste als Zweiter in der 12,5-km-Jagd nur dem fünfmaligen Olympiasieger Ole Einar Björndalen (Norwegen) den Vortritt lassen. Glagow durfte nach dem dritten Erfolg ihrer Laufbahn in der Königsloge von Harald V. die verdienten Glückwünsche abholen. "Er hat gescherzt, dass er über meinen Schießfehler froh war, damit es richtig spannend wurde", erzählte Glagow und gab zu: "Auf den letzten Metern hätte ich nicht schneller gekonnt." 3,6 Sekunden Vorsprung auf Olena Zubrilowa (Weißrussland) rettete sie ins Ziel. Weltcup-Spitzenreiter Björndalen bejubelte ersten Holmenkollen-Triumph Die 23 Jahre alte Polizeimeisterin kann dank der erfolgreichen 10-km-Jagd sogar den Gesamtweltcup anvisieren, den holte bisher noch keine deutsche Skijägerin. Wie auch Fischer hatte sie sich im Sprint mit Rang drei eine gute Ausgangsposition verschafft. Fischer (Oberhof) fehlten dann 18,1 Sekunden zu Björndalen. Der Weltcup-Spitzenreiter bejubelte bei seinem ersten Holmenkollen-Triumph den neunten Saisonsieg und den 36. Weltcup-Erfolg seiner Laufbahn. Papa Glagow mit glücklicher Hand - Wachs stimmt optimal Im Gegensatz zu den Kollegen lässt sich Martina Glagow von ihrem Vater Martin Glagow die Ski herrichten - und fuhr damit in dieser Saison bereits sechs Podestplätze ein. Im Gesamtweltcup rückte sie bei sieben noch ausstehenden Konkurrenzen auf Platz zwei vor, der Abstand zur Bulgarin Jekaterina Dafowska (5. und 21.) beträgt nur noch 52 Zähler. "An den Gesamtsieg denke ich lieber nicht..." "An den Gesamtsieg denke ich lieber nicht, es sind auch nicht mehr so viele Rennen. Ich will gesund bleiben", meinte die Athletin vom SC Mittenwald: "Ich bin froh, dass ich einen Monat vor der WM so konstant vorne dabei bin."
Nach den durch schlecht präparierte Ski verursachten Staffel-Pleiten hatte es im deutschen Team vor den Sprints heftige Debatten gegeben. Sandrine Bailly (Frankreich) und Wladimir Dratschew (Weißrussland) gewannen auf diesen kurzen Strecken. Trainer Ullrich: "Resultat bügelt einiges aus" "Der Ski war diesmal in Ordnung", stellte der Olympia-Zweite Fischer fest, und Herren-Bundestrainer Frank Ullrich meinte: "Mit diesem Resultat konnten wir nach dem siebten Platz in der Staffel einiges ausbügeln. Wir haben mit den Ski-Technikern diskutiert und uns die Köpfe heiß geredet."
Martina Glagow verwies aber auch auf die Eigenverantwortung der Athleten: "Da ist doch jeder mitverantwortlich." Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang: "Ich bin zufrieden, denn wir waren mit dem Material wieder dabei." Arne Kluge vom deutschen Technikerstab: "Der Druck ist wahnsinnig." Nach der Jagd ging´s auf "Schmusekurs" mit den Techniker Selbst personelle Konsequenzen waren in Erwägung gezogen worden. Nach der Jagd gingen die Athleten dann auf "Schmusekurs" zu den gescholtenen Wachsexperten. Der fünftplatzierte Peter Sendel (Oberhof): "Ein Lob an die Techniker." Vegard Andreasen, sid |
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Zuletzt geändert am 16. Februar 2003 18:48 von to |
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