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Frust bei Witali Klitschko: WM-Boxkampf gegen Lennox Lewis geplatzt

Jetzt steigen die Anwälte in den Ring

Hamburg - Der im April geplante Boxkampf um die Schwergewichts-WM zwischen dem britischen Titelverteidiger Lennox Lewis und Herausforderer Witali Klitschko aus der Ukraine ist endgültig geplatzt. Der Hamburger Universum-Boxstall sieht keine Chance auf eine Einigung mit dem WBC-Weltmeister und seinen Beratern.

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Witali Klitschko muss warten: Aus dem sicher geglaubten Kampf gegen Lennox Lewis wird wohl nichts.

"Lennox Lewis ist nicht bereit, wie vereinbart den Kampf gegen Klitschko zu bestreiten", erklärte Geschäftsführer Peter Hanraths nach Rücksprache mit dem zur Klärung der Sachlage in den USA weilenden Universum-Chef Klaus-Peter Kohl.

Weltverband soll entscheiden

Nach der Absage hat sich das Klitschko-Management nun an den Weltverband WBC gewandt. Man habe über Anwälte das World Boxing Council aufgefordert, dafür zu sorgen, "dass Lewis innerhalb der vorgegebenen Frist bis einschließlich Anfang Juni seinen Titel gegen Klitschko als Nummer eins der Rangliste verteidigt", sagte Hanraths. Ursprünglich war der Kampf für den 12. April in Las Vegas oder den 19. April in New York vorgesehen.

Für den Berliner Anwalt Björn Ziegler, der Universum in der Sache vertritt, liegt eindeutig ein Vertragsbruch seitens des Lewis-Lagers vor: "Die Vereinbarung beider Parteien vom 20. Dezember 2002, die besagt, dass der Kampf am 12. oder 19. April stattfindet, war verbindlich. Es gab keine Rücktrittsmöglichkeit", so der Jurist.

Kampf gegen Tyson verspricht offenbar größere Börse

Lewis' Anwalt Judd Bernstein ist indes anderer Auffassung: "Wir sind absolut nicht beunruhigt. Die unterzeichneten Dokumente sprechen eine völlig andere Sprache als das, was jetzt aus dem Klitschko-Lager zu hören ist", ließ der US-Amerikaner verlauten.

Grund für den Rückzug des Champions könnte der Anreiz einer größeren Börse für einen Rückkampf gegen Ex-Champ Mike Tyson (USA) sein. Der Fight gegen den 35-Jährigen, den Lewis am 8. Juni vergangenen Jahres durch K.o. in der 8. Runde besiegte, soll angeblich am 21. Juni steigen. Klitscho-Trainer Fritz Sdunek hatte dagegen nach den ersten Meldungen über einen Rückzug von Lennox Lewis gleich gemutmaßt: "Der kneift."

Universum will nun mit aller Macht das zweite Duell Lewis gegen Tyson verhindern. "Bevor er gegen Tyson boxen kann, muss er gegen Witali antreten. Sonst müsste Lennox gemäß der WBC-Satzung der Titel aberkannt werden", so Hanraths. In diesem Fall würde Klitschko gegen einen der nächstplatzierten Boxer der Weltrangliste um den vakanten Titel kämpfen.

Von Oliver Görz, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 29. Januar 2003 14:51 von sab

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