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So 17.11.2002
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13. Spieltag der Bundesliga - Minimalisten siegenReferees stehlen "Effe" die Schau
Zufriedene Minimalisten an der Spitze, "europäische" Leverkusener im Abstiegskampf und Schiedsrichter im Mittelpunkt harscher Kritik: Sogar die letztlich unspektakuläre Rückkehr von Stefan Effenberg an seine alte Münchner Wirkungsstätte geriet am 13. Bundesliga-Spieltag ob der erneuten Kartenflut und Referee-Schelte in den Hintergrund. Vier Rote und zwei Gelb-Rote Karten zückten die Unparteiischen. Wodurch der für Montag geplante Krisengipfel zwischen DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder ("Ich verlange von den Profis eine weitaus größere Selbstdisziplin") und Volker Roth, dem Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses, eine Woche nach dem Hass-Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund neue Nahrung erhielt. Vor allen Dingen die Partie zwischen Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart (1:1) mit zwei Roten und sechs Gelben Karten, brutalen Fouls und minutenlangen Diskussionen sowie der Platzverweis gegen Torjubler Christian Beeck von Energie Cottbus sorgten für Gesprächsstoff.
Ungeachtet der Diskussion um Deutschlands "Schwarzkittel" tat Rekordmeister Bayern München nach den stürmischen letzten Wochen den nächsten Schritt aus der Krise und festigte durch einen glanzlosen Sieg (1:0 gegen VfL Wolfsburg) seine Position an der Tabellenspitze. Das Feld der Jäger führt mit fünf Punkten Rückstand Titelverteidiger Borussia Dortmund (1:0 gegen 1860 München/24 Zähler) an. Drängeleien um Platz 3 Neuer Dritter ist Werder Bremen (23) nach einem dramatischen 5: 3 gegen das neue Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern. Dahinter folgen punktgleich (je 22) Schalke 04 nach dem 2:0-Erfolg im Ruhr-Derby beim VfL Bochum und - nach 13 Punkten aus den letzten sechs Spielen - Hertha BSC Berlin (1:0 bei Hannover 96). Bayer steckt im Abstiegskampf Für Bayer Leverkusen hat indes mit dem 2:2 gegen die "Rumpf"-Elf von Borussia Mönchengladbach der Abstiegskampf begonnen. Während in der Champions League "Motivatoren" wie Barcelona oder Mailand warten, ist der Vizemeister in der Liga auf Schadensbegrenzung aus. "Uns hilft dieser eine Zähler weiter, weil wir nicht noch tiefer unten reingerutscht sind", brachte Trainer Klaus Toppmöller die Mini-Ansprüche auf den Punkt. Bezeichnend für die Misere, dass die vierte Bayer-Heimpleite nur durch ein irreguläres Tor von Daniel Bierofka verhindert werden konnte, der den Ball vor dem Ausgleichstor (86.) mit der Hand mitnahm. Effenberg: "Habe mich gefreut, all die Jungs wiederzusehen" Alle Hände voll zu tun mit der Begrüßung seiner alten Kollegen hatte auch Effenberg. "Ich habe mich gefreut, all die Jungs wiederzusehen", schilderte der "Tiger", dessen Duell mit Nachfolger Michael Ballack von den Trainern als "Unentschieden" gewertet wurde. Enttäuscht war Effenberg allerdings darüber, dass seine Wolfsburger aus der Überlegenheit in der zweiten Hälfte kein Kapital schlugen. Für Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hatte der dritte Pflichtspielsieg in Folge auf nationaler Ebene vor allen Dingen einen positiven Aspekt: "Jetzt können wir wieder in Ruhe arbeiten." Erleichterung in Dortmund Erleichterung auch in Dortmund, wo eine Moralpredigt von Präsident Dr. Gerd Niebaum nach zuvor drei Niederlagen in zehn Tagen fruchtete. "Nach dem Bayern-Spiel war schon eine gewisse Unruhe da. Aber die Mannschaft hat Charakter bewiesen", lobte sogar Trainer Matthias Sammer nach dem Erfolg gegen die "Löwen". Neue Energie in Cottbus Aufbruchstimmung herrscht indes bei Energie Cottbus. Mit dem ersten "Heim-Dreier" in dieser Saison (2:1 gegen Arminia Biefeld) stoppten die Lausitzer den freien Fall in Richtung zweite Liga vorerst. "Das war ein Sieg der Moral. Trotz vorhandener Unzulänglichkeiten", lobte Energie-Coach Eduard Geyer. Einziger Wermutstropfen: Kapitän Beeck sah Gelb-Rot, nachdem er seinen Treffer zum 2:0 (66.) auf dem Innenraum-Zaun gefeiert hatte. HSV hat Grund zum Jubeln Grund zum Jubeln hatte endlich auch der Hamburger SV, der durch das 3:1 beim 1. FC Nürnberg den ersten Auswärtssieg in der laufenden Runde und die "Wiedergeburt" von Spielmacher Rodolfo Cardoso feierte. "Wenn wir so weiter spielen, können wir in der Tabelle ganz nach oben schauen", meinte der lange Zeit verletzte Argentinier, der an allen drei HSV-Toren beteiligt war. Ulrike Weinrich, sid |
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Zuletzt geändert am 17. November 2002 22:51 von to |
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