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Sa 12.10.2002
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Anlass: Kurztrip nach Zypern - Keine Abfindung - Tischanski übernimmtUnion Berlin entlässt Wassilew fristlosBerlin - Unmittelbar nach der Rückkehr von einem Ausflug nach Zypern ist Trainer Georgi Wassilew beim Fußball-Zweitligisten Union Berlin fristlos entlassen worden. "Ich bin gekündigt. Ich bin nicht mehr Trainer bei Union", sagte der Bulgare am Samstag nach einem Gespräch mit Vereins-Präsident Heiner Bertram. Nach Dietmar Demuth (St. Pauli), Andre Egli (Waldhof Mannheim) und Stefan Kuntz (Karlsruher SC) ist Wassilew bereits der vierte Zweitliga-Coach, der in dieser Saison den Hut nehmen musste. Die sportliche Verantwortung liegt ab sofort beim bisherigen Co-Trainer Iwan Tischanski, der allerdings keine gültige A-Lizenz besitzt, und für den eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden muss. "Mit Wassilew werden wir den Abstieg nicht riskieren" "Ausschlaggebend für diesen Entschluss war, dass Herr Wassilew seinen Posten als leitender Angestellter des Vereins nicht mehr mit dem nötigen Engagement und der erforderlichen Konzentration ausfüllte", teilte der Klub offiziell mit. "Wir sind in der Pflicht, unseren Erfolg nicht dauerhaft zu gefährden", begründete Bertram die fristlose Kündigung. Schon im Vorfeld hatte der Union-Boss deutlich gemacht, dass der Rausschmiss des 56-Jährigen längst beschlossene Sache war: "Mit Wassilew werden wir den Abstieg nicht riskieren." Wunsch-Kandidat: Falko Götz Eine Abfindung will Bertram allerdings nicht bezahlen: "Ich gehe von einem Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht aus", bekannte der Präsident, für den schon am Montag ein weiteres Personalgespräch ansteht. Bertram erwartet Falko Götz, den Ex-Trainer und Vorgänger von Huub Stevens bei Bundesligist Hertha BSC Berlin, der als Wassilews Nachfolger im Gespräch ist. Zum Verhängnis war Wassilew offenbar geworden, dass er Ende September auf einer Pressekonferenz ohne Absprache mit der Vereinsführung mitgeteilt hatte, den Verein zum Saisonende zu verlassen und Union. "Entfernung von der Truppe" Bertram hatte sich brüskiert gefühlt und beklagt, wie "tief enttäuscht" er vom Verhalten des Mannes sei, der seit 1999 bei Union beschäftigt war und den Verein 2001 in die zweite Liga, ins DFB-Pokalfinale sowie in den Uefa-Cup geführt hatte. Zum Anlass oder vielmehr zum Vorwand für die Kündigung nahm der Präsident einen bereits länger geplanten Zypern-Kurztrip des in Ungnade gefallenen Trainers. Seine "Entfernung von der Truppe" ausgerechnet nach dem 0:7 zuletzt beim 1. FC Köln schien den Verantwortlichen beim Tabellenzehnten nicht ungelegen. Wassilew weist die Vorwürfe zurück "Dass Herr Wassilew trotz des 0:7-Debakels in den Urlaub reiste und sein Team somit im Stich ließ, war ein untrügliches Zeichen für fehlendes Verantwortungsbewusstsein und unzureichende Fürsorge für die Mannschaft", sagte Bertram: "Wäre er nicht in Urlaub gefahren, wäre er jetzt noch Trainer." Der so Gescholtene rechtfertigte sich: "Die Sache mit Zypern war lange bekannt und ausgemacht. Ich hatte dort Notartermine wegen meines Hauses." Von Andreas Müller, sid |
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Zuletzt geändert am 12. Oktober 2002 17:53 von tea |
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