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Sa 12.10.2002

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Radsport-WM: Lungskog siegt, Roßner und Teutenberg gestürzt

Deutsche Frauen-Equipe im Pech

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Am Boden statt auf dem Podest: Petra Roßner stürzte schwer

Zolder - Pleiten, Pech und Pannen für die deutsche Frauen-Equipe: Bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Zolder blieb den Fahrerinnen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) der krönende Abschluss einer erfolgreichen Saison verwehrt, stattdessen sorgten die Stürze von Mitfavoritin und Weltcupsiegerin Petra Roßner sowie von Sprinterin Ina-Yoko Teutenberg frühzeitig für Katerstimmung im deutschen Lager.

Den Titel holte sich nach 128 km auf dem Rundkurs mit Ziel auf der früheren Formel-1-Rennstrecke die Schwedin Susanne Ljungskog vor der Schweizerin Nicole Brändli und der spanischen Ex-Toursiegerin Joane Somarriba.

"Wir sind die stärkste Mannschaft der Welt, also wollen wir auch den Titel", hatte die 35-jährige Roßner vor dem Rennen noch verkündet. Nach drei von zehn Runden war für die Leipzigerin die "Operation Gold" bereits beendet. Die frühere deutsche Meisterin touchierte das Hinterrad einer Konkurrentin, stürzte auf Kopf und Schulter und musste mit einer Gehirnerschütterung das Rennen aufgeben. "Ich weiß nicht, wie das passiert ist. Aber ich stehe noch, da kann es ja nicht so schlimm sein", meinte die Bahn-Weltmeisterin von 1991 mit einem "Veilchen" als sichtbarer Spur des Sturzes.

Die WM sollte die Krönung des Jahres 2002 werden

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Susanne Ljungskog holt sich den Titel

BDR-Sportdirektor Burkhard Bremer fand die Situation "sehr ärgerlich", verwies aber auf "Plan B", der auf die Sprintkünste von Teutenberg abzielte. Doch auch diese Hoffnung war schnell verflogen, als die Mettmannerin bei einem weiteren Sturz fast eine Minute verlor. Teamkollegin Trixi Worrack (Cottbus) versuchte Teutenberg zwar wieder ans Feld heranzuführen, zwei Runden vor Schluss erkannten allerdings beide die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage und gaben ebenfalls auf.

Die WM sollte ein glänzendes Jahr der deutschen Radfrauen krönen. Roßner hatte den Gesamtweltcup gewonnen, Judith Arndt fünf bedeutende Rundfahrten, Worrack die "U23"-Europameisterschaft und Teutenberg sowie Regina Schleicher zahlreiche Etappen. Doch wie schon beim Zeitfahren ging das BDR-Team leer aus.

Gerard triumphiert bei den Junioren

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Arnaud Gerard siegt bei den Junioren

Das traf auch auf die deutschen Junioren zu. Beim Straßenrennen über 128 km holte sich Arnaud Gerard als erster Franzose in der 27-jährigen Geschichte der Juniorenrennen den Titel. Im Schlussspurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe setzte er sich nach 2:50:17 Stunden vor dem Finnen Jukka Vastaranta und Nicolas Sanderson aus Australien durch.

Zahlreiche Stürze überschatteten das Rennen, wobei es auch den in Australien geborenen Heinrich Haussler (Cottbus) auf der Ziellinie erwischte. Während der deutsche Zeitfahr-Juniorenmeister unverletzt blieb und mit neun Sekunden Rückstand auf Gerard den 14. Platz belegte, erlitt der Australier Ryan Sullivan bei dem spektakulären Crash einen Nasenbeinbruch und wurde mit Verdacht auf weitere Frakturen ins Krankenhaus gebracht.

Von Stefan Tabeling, sid


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Zuletzt geändert am 12. Oktober 2002 18:14 von tea

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