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WTA-Turnier in Leipzig: 93.000 Dollar "Urlaubsgeld" für die Siegerin

Topstar Serena Williams gewinnt Endspiel

Leipzig - Nachschub für die Trophäensammlung der Serena Williams: Die unangefochtene Königin des Damentennis nahm beim mit 585.000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Leipzig als Debütantin gleich den Siegerpokal mit. Nach dem 6:3, 6:2-Endspieltriumph über die Russin Anastasia Myskina verabschiedete sich die Weltranglisten-Erste mit 93.000 Dollar Siegprämie im Gepäck in einen zehntägigen Kurzurlaub. Danach wird sie erneut in Deutschland beim Turnier in Filderstadt erwartet.

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Nicht zu schlagen: Serena Williams

"Zur Zeit spiele ich noch nicht auf dem Level, auf dem ich gerne spielen würde", bilanzierte "Queen Williams" trotz ihrer sensationellen Siegesserie des Jahres 2002 mit schier unglaublichen 53 Erfolgen in 57 Matches und acht Endspiel-Triumphen bei nur zwölf Turnier-Teilnahmen kritisch. "Die Zahl meiner leichten Fehler ist einfach zu hoch."

Davon bekamen in einem einseitigen Endspiel die 6568 Zuschauer in der neuen Leipziger Arena nicht viel mit. Die Gewinnerin der Grand-Slam-Turniere von Paris, Wimbledon und New York (jeweils mit Finalsiegen über ihre Schwester Venus), die als ihr nächstes Ziel den Gewinn der Australian Open im Januar angibt, steckte ein frühes Break Myskinas zum 1:2 weg, schaffte das Rebreak, kaufte damit der 21-jährigen Russin schnell den Schneid ab und verwandelte schließlich ihren vierten Matchball zum Sieg.

Myskina war dem Powertennis von Williams nicht gewachsen

Myskina, die im Halbfinale überraschend Titelverteidigerin Kim Clijsters (Belgien/siegte 2000 und 2001 in Leipzig) ausgeschaltet hatte, demonstrierte zwar erneut ihre vorzügliche Laufarbeit, war aber dem Powertennis von Williams mit zunehmender Spielzeit nicht mehr gewachsen. Beide Spielerinnen waren bereits 1997 bei einem Turnier in Moskau aufeinander getroffen. Auch damals siegte Williams - als Qualifikantin und Nummer 448 der Weltrangliste.

Für die Organisatoren war der Turnierausgang optimal, denn "jetzt gibt es eine moralische Verpflichtung für Serena, im nächsten Jahr wieder nach Leipzig zu kommen", meinte Turnierdirektor Ivan Radosevic. "Serena hat mir bereits die Zusage für 2003 gegeben."

Leipziger Turnier brach aus dem sportlichen Schattendasein aus

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Myskina zeigte starke Laufarbeit

Mit dem langersehnten Auftritt einer der die Szene dominierenden Williams-Schwestern (Serena hatte im Vorjahr wegen der Ereignisse des 11. September ihren Start in Leipzig kurzfristig gestrichen) ist das Leipziger Turnier aus dem sportlichen Schattendasein der letzten Jahre ausgebrochen. Gleich vier Top-Ten-Spielerinnen schlugen vor insgesamt fast 33.000 Zuschauern in der nagelneuen Arena auf. Myskina dürfte als aktuelle Nummer 12 schon bald dazu gehören.

Der Etat von 1,5 Millionen Euro sei, so Radosevic, gedeckt, das Turnier nach seiner 13. Auflage aus dem WTA-Kalender nicht mehr wegzudenken. Gegen den Trend in Deutschland denken die Veranstalter bereits laut über die Aufstockung der Veranstaltung und eine Kombination mit einem Herrenturnier in der gleichen Preisgeld-Region nach. Dafür sind aber zusätzliche Großsponsoren nötig, die möglichst zügig aus dem Umfeld der ostdeutschen Boomtown Leipzig angeworben werden sollen.

Deutsche Spielerinnen enttäuschten

In Leipzig arbeitet man außerdem für die Zukunft an einem Herrenturnier, das eine größere Anzahl von erfolgreichen deutschen Spielern nach Leipzig bringen würde, als das derzeit bei den Damen möglich ist. Von 13 angetretenen Spielerinnen des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) erreichte nur Barbara Rittner (Benrath) das Viertelfinale (1:6 und 0:6 gegen Kim Clijsters). Anca Barna (Leimen) gelang es in der zweiten Runde als einziger Spielerin, Williams wenigstens einen Satz abzunehmen.

Von Peter Stracke, sid


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Zuletzt geändert am 29. September 2002 16:58 von tea

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