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So 29.09.2002
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Vuelta: Erik Zabel erstmals PunktbesterGonzalez schnappt Heras den Sieg noch weg
Madrid - Nach einem Herzschlagfinale ist die Spanien- Rundfahrt der Radprofis wie im Vorjahr erst im letzten Moment entschieden worden. Lokalmatador Aitor Gonzalez fing seinen spanischen Landsmann Roberto Heras im abschließenden Einzelzeitfahren in das Madrider Bernabeu-Stadion am Sonntag noch ab. Gonzalez verwehrte dem Edelhelfer des viermaligen Tour-de-France-Siegers Lance Armstrong damit den schon sicher geglaubten zweiten Vuelta-Triumph nach 2000. Im Vorjahr hatte der Spanier Angel-Luis Casero, inzwischen beim deutschen Team Coast, seinen Landsmann Oscar Sevilla im Zeitfahren im letzten Moment abgefangen. Das Ausrufezeichen aus deutscher Sicht setzte Erik Zabel aus Unna, der ohne einen einzigen Etappensieg erstmals die Punktwertung gewann. Am Samstag musste sich Zabel auf der 20. Etappe von Avila in einen Vergnügungspark nahe Madrid erneut den Italienern Angelo Furlan und Alessandro Petacchi geschlagen geben. Zabel bedankt sich beim Team "Ich freue mich riesig über dieses Trikot - gerade, nachdem es im letzten Jahr nicht ganz gereicht hat. Ich muss mich bei meinen vier Teamkollegen bedanken. Sie haben drei Wochen lang wieder super für mich gearbeitet. Schade, dass ich ihnen keinen Sieg schenken konnte", erklärte der 32-Jährige. Im vorigen Jahr hatte Zabel noch drei Tagessiege gefeiert. Das Trikot des Punktbesten dürfte ihm zumindest weiterhin die Führung in der Weltrangliste sichern. Für die Straßen- WM in zwei Wochen in Zolder zählt er derzeit jedoch nicht zu den Top- Favoriten. Deutsche Fahrer spielten im Gesamtklassement keine Rolle
Im Gesamtklassement spielten deutsche Fahrer keine Rolle mehr. Der Ansbacher Jörg Jaksche hatte am Donnerstag auf Rang elf liegend wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben. Die Beschwerden hatten ihn seit der Bergankunft am gefürchteten Angliru behindert. Dort hatte Heras am vorigen Sonntag bei triumphiert und schon wie der Gesamtsieger ausgesehen. Heras, der sicher gegelaubte Sieger, brach im Finale ein Im Finale der 57. Vuelta brach er jedoch ein. Gonzalez, der Heras schon im ersten Zeitfahren in Cordoba distanziert hatte, machte seinen Rückstand von 68 Sekunden auf dem Weg ins Bernabeu-Stadion mehr als wett und siegte mit 47:54 Minuten. Heras erreichte die Heimstätte von Champions-League-Sieger Real Madrid, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert, mit 3:22 Minuten Rückstand nur auf Platz 14. Daniel Becke vom Team Coast war mit dem ausgezeichneten neunten Rang am Sonntag bester Deutscher. Vorjahressieger Casero auf Rang sechs der Gesamtführung Nach insgesamt 3144 Kilometern hinterließ die Vuelta mehr denn je den Eindruck einer Art Landesmeisterschaft: Bis auf die vom Giro d'Italia mit Schimpf und Schande ausgeschlossenen Italiener Francesco Casagrande (7.) und Gilberto Simoni (10.) belegten ausschließlich Spanier die Plätze eins bis zehn. Vorjahressieger Casero überzeugte nach langer Verletzungs-Zwangspause zu Beginn des Jahres am Sonntag mit Rang zwei im Zeitfahren und Rang sechs der Gesamtwertung sein. Das Bergtrikot holte der Spanier Aitor Osa. dpa |
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Zuletzt geändert am 29. September 2002 18:16 von tea |
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