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Fr 30.08.2002
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Vor dem Start der "Primera Division" - Real legte ein neues Angebot:Bei Ronaldo hat das Sparen ein EndeMadrid - Erst sparten sie wie schon lange nicht mehr - kurz vor Toreschluss aber bahnte sich doch noch der Mega-Transfer an. Champions-League-Sieger Real Madrid legte ein neues Angebot für Fußball-Weltmeister Ronaldo vor: 40 Millionen Euro und den Argentinier Santiago Solari bot der spanische Rekordmeister dem italienischen Erstligisten Inter Mailand für den WM-Torschützenkönig. Einen Tag vor Schließung der Transferliste und kurz vor dem Start in die neue Saison der Primera Division sollten im Fußball-Schlaraffenland Spanien doch wieder die Millionen fließen.
WM-Torschützenkönig Ronaldo hatte am Mittwoch in einem Gespräch mit Inter-Präsident Massimo Moratti noch einmal seine Wechselabsichten unterstrichen. In Mailand hieß es daraufhin, dass ein Transfer bei einer Ablösesumme von 45 bis 50 Millionen Euro und einem Tausch mit dem Argentinier Solari möglich wäre. "Ich werde nach Madrid fahren, das steht fest", vertraute Ronaldo einem Freund an. Inter hat bereits einen Nachfolger für Ronaldo gefunden Moratti hat bereits einen Nachfolger für den Brasilianer gefunden. Inter will vom AC Parma den Stürmer und Nationalspieler Marco Di Vaio erwerben, der in der vergangenen Saison 20 Tore erzielte. Am vergangenen Freitag hatten Real und Inter die Verhandlungen noch ergebnislos abgebrochen und den Transfer für geplatzt erklärt. Real hatte zwölf Millionen Euro und zwei Spieler für Ronaldo angeboten, Moratti ursprünglich 100 Millionen Euro gefordert. "Die Differenzen sind unüberbrückbar", stellte Real damals fest. Albert Luque wechselt für 14 Millionen Euro von Mallorca zu La Coruna In vorletzter Minute kam auch der teuerste innerspanische Transfer zu Stande: Nationalstürmer Albert Luque wechselte für die Rekordsumme von 14 Millionen Euro von Real Mallorca zu Deportivo La Coruna und unterschrieb beim Pokalsieger einen Achtjahresvertrag. Damit geriet der zuletzt stockende Transfermarkt im einst so blühenden Fußball-Paradies Spanien doch noch einmal in Bewegung. Zuvor hatten sich selbst die Großklubs in ungekannter Bescheidenheit geübt. "Wir müssen in Zukunft vorsichtig mit dem Geld umgehen, sonst läuft das Fass über. Es können keine horrenden Ablösesummen mehr für mittelmäßige Spieler gezahlt werden, sondern nur noch für internationale Topstars", meinte Real-Sportdirektor Jorge Valdano, der sich nur auf Superstar Ronaldo konzentrierte. Ein Grund für die Zurückhaltung: Krise des Bezahlfernsehens Ohne den möglichen Ronaldo-Deal investierten die 20 Klubs der ersten spanischen Liga nur 90 Millionen Euro in neue Spieler, nachdem sie im Vorjahr noch 300 Millionen Euro ausgegeben hatten. Kein Wunder, dass bislang 70 Profis aus der Eliteliga keinen neuen Verein fanden und arbeitslos sind. Ein Grund für die Zurückhaltung liegt in der Krise des Bezahlfernsehens. Die Verträge zwischen den Vereinen und den beiden Pay-TV-Kanälen "via digital" und "canal satelite digital" laufen zum Saisonende aus. Schon jetzt haben die Sender signalisiert, dass sie ab der nächsten Saison nicht mehr so viel zahlen können. La Coruna leistete sich teure Stars Teure Stars leistete sich neben Ronaldo-Jäger Real vor allem La Coruna. Der Pokalsieger griff nicht nur für Luque, sondern auch für den Portugiesen Jorge Andrade vom FC Porto (9,8 Millionen Euro) und den Argentinier Roberto Acuna von Real Saragossa (9 Millionen Euro) tief in die Tasche. Der FC Barcelona blätterte für den argentinischen Mittelfeldspieler Juan Roman Riquelme 11,4 Millionen Euro hin. Doch die großen Transfers waren eher die Ausnahme. Meister FC Valencia verzichtete auf teure neue Akteure. Den Klub drücken 110 Millionen Euro Schulden, doch Valencias Präsident Jaime Orti erntete für seine Sparpolitik von den Fans gnadenlose Pfiffe bei der Mannschaftspräsentation. In seiner Not versuchte sich Orti mit einer Floskel aus der Affäre zu ziehen: "Never change a winning team". Nur noch zwei Deutsche in Spanien In Trainer Jupp Heynckes (Athletic Bilbao) und Torhüter Robert Enke (FC Barcelona) sind nur noch zwei Deutsche in Spanien. "Für uns ist das Ziel für die neue Saison ganz klar. Wir wollen uns für den Europapokal qualifizieren", meint Heynckes, der Bilbao im Vorjahr auf Platz zehn führte und am Samstag zum Auftakt im Baskenland-Derby auf Real Sociedad San Sebastian trifft. Im internationalen Geschäft mitwirken wollte auch Torwart Robert Enke nach seinem Wechsel von Benfica Lissabon zum "Weltklub" Barcelona. Doch bislang gehört der Ex-Gladbacher, der bei den Katalanen einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, nicht zur Stammelf. In der Champions-League-Qualifikation gegen Warschau setzte der neue und alte Trainer Louis van Gaal auf den jungen Victor Valdes. Auch zum Liga-Start am Sonntag (21.00 Uhr/live bei Premiere) gegen Aufsteiger Atletico Madrid wird Enke wohl wieder auf der Bank schmoren. Fernando Medialdea, sid |
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Zuletzt geändert am 30. August 2002 16:08 von tea |
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