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Mo 12.08.2002
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| Gut gelaunt in der alten Heimat: Ciriaco Sforza. |
Am Montagmittag stellten die Pfälzer den Allroundspieler der Öffentlichkeit vor. "Ich bin überzeugt, dass wir alle mit dem FCK ein Ziel haben. Die Mannschaft hat das Potenzial, am Ende unter den ersten Sechs zu landen. Ich werde auf dem Platz Verantwortung übernehmen", erklärte Sforza nach einer ersten Übungseinheit mit den angeschlagenen FCK-Spielern Christian Timm und Lincoln.
Fast entschuldigend kommentierte allerdings Vorstand Gerhard Herzog die Rückholaktion. "Wir waren zum Handeln gezwungen, weil Marian Christow wegen eines Kreuzbandrisses monatelang ausfällt. Andererseits war Sforza zum Nulltarif zu haben", meinte Herzog. FCK-Kapitän Thomas Hengen sagte: "Wenn er seine Topform bringt, ist er ein wertvoller Spieler. Ich hoffe, er bringt uns weiter."
Effenbergs Schicksal bleibt ihm erspart
Der eigenwillige Sforza, in den vergangenen Tagen auch heftig vom VfL Wolfburg umworben, schätzt sich hingegen glücklich. Schließlich ereilte ihn trotz der relativ hohen Gehaltsforderungen nicht das gleiche Schicksal wie seines ehemaligen Teamkollegen Stefan Effenberg, der auf Grund der bislang vergeblichen Suche nach einem neuen Arbeitgeber bereits an ein vorzeitiges Karrierende denkt. "Ich hatte sogar andere sportlich sehr interessante Angebote. Aber ich habe die Mannschaften verglichen. Da war der Fall schnell klar: zurück zum FCK", sagte Sforza.
Debüt am Samstag gegen Schalke
Zugleich sieht sich der Familienvater, der Kaiserslautern 1998 unmittelbar nach dem Wiederaufstieg zur deutschen Meisterschaft geführt hatte, als "Rückendecker" für den umstrittenen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Friedrich sowie den zuletzt heftig kritisierten Brehme. "Unter Andreas Brehme holte die Mannschaft zuletzt 56 Punkte. Das ist nicht schlecht. Ich will helfen, auch Brehme und Jürgen Friedrich. Ich habe Lauterns Verantwortlichen klipp und klar gesagt, dass sie voll hinter Andy stehen müssen, sonst komme ich nicht", erklärte der Eidgenosse.
Sforza wird am Dienstag das Mannschaftstraining auf dem Betzenberg aufnehmen und kommt bereits am kommenden Samstag im ersten Heimspiel der Saison gegen Pokalsieger Schalke 04 zum Einsatz. Im Mai 2000 hatte Sforza die Pfalz verlassen und war nach München gewechselt, nachdem er sich mit dem damaligen Lauterer Trainer Otto Rehhagel überworfen sowie die Führungsetage der "Roten Teufel" kritisiert hatte. "Was war, interessiert mich nicht", meinte Sforza.
Von Marc Schmidt, sid - Foto: dpa
Zuletzt geändert am 12. August 2002 14:42 von sab
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