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zurückblättern  ... "Motzki" Sammer redet Stars ins Gewissen

Neben der Einstellung seiner Fußball-Millionäre in den Testspielen, in der sie unter anderem den Berlinern im Halbfinale des Liga-Pokals und zuletzt dem Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen jeweils mit 1:2 unterlagen, sorgen die Verletzungen der Leistungsträger Christian Wörns, Marcio Amoroso und Lars Ricken für Unbehagen und Nervosität. Von der im Mai euphorisch bejubelten Meisterschale, die den Fans vor dem Anpfiff durch Präsident Dr. Gerd Niebaum zur Einstimmung noch einmal präsentiert werden soll, will Sammer nichts wissen: "Dafür können wir uns nichts mehr kaufen, wir müssen uns alles neu erarbeiten."

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Willkommen im "Fußball-Tempel" Westfalenstadion. Gegen Hertha wird die Arena bis auf den letzten Platz gefüllt sein.

Vom Jäger zum Gejagten

Nationalspieler Ricken, der am Mittwoch das Training wegen eines Muskelfaserrisses abbrechen musste und nach den Ausfällen von Giuseppe Reina und Heiko Herrlich für Personalnot im Offensivbereich sorgte, relativierte: "Es gab in den vergangenen Jahren kaum eine Vorbereitung, in der wir stark gespielt haben. Ich bin sicher, es wird am Freitag eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen." Und Manager Michael Meier appellierte: "Jeder muss wissen: Schon am ersten Spieltag werden wir vom Jäger zu Gejagten. Wir werden jedoch auf die Situation vorbereitet sein."

Hertha in bestechender Frühform

Für die Borussen spricht vor dem Auftaktspektakel vor 66.800 Zuschauern in der ausverkauften Arena gegen ein Hertha-Team in bestechender Frühform allenfalls die Statistik. Denn den letzten Sieg in Dortmund feierten die Berliner vor 30 Jahren (2:1 am 18. März 1972), die letzten neun Gastspiele gingen sie sogar als Verlierer vom Platz (4:27 Tore). "Doch diesmal hoffen wir, die Borussen zumindest in Bedrängnis bringen zu können", meinte Hertha-Manager Dieter Hoeneß.

Hertha setzt auf Stevens-Effekt

Die Hoffnungen des Geheimfavoriten, der das internationale Geschäft als Mindest- und einen Platz von eins bis drei als Wunschziel formulierte, ruhen auf den Stevens-Effekt. Denn in den bisherigen Duellen des ehemaligen Schalker Coaches Huub Stevens gegen seinen Kollegen Sammer steht es 9:0 für den Niederländer. Doch der wiegelt ab: "Mich interessiert keine Bilanz, sondern die Balance auf dem Platz."

Doch die bisherigen Vorstellungen der Hertha verbreiten Optimismus. Besonders die Brasilianer Marcelinho und Alex Alves präsentierten sich zuletzt in bestechender Form. Weltmeister Luizao soll in Kürze das südamerikanische Trio komplettieren. Ob die Neuerwerbung ihr Bundesliga-Debüt bereits in Dortmund möglicherweise mit einem Kurzeinsatz feiern wird, steht noch in den Sternen.

Von Günter Bork, sid - Fotos: Archiv, dpa


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Zuletzt geändert am 8. August 2002 14:15 von sab

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