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Eishockey: Trainer Hans Zach legt bei Kölner Haien

"Alpenvulkan" will endlich wieder den Titel

Köln - Blitzlicht, Kameras, Mikrofone - Hans Zach in Köln ist ein Medienereignis. Der Eishockey-Bundestrainer genießt die Rückkehr ins Rampenlicht. "Das hat mir vier Jahre gefehlt. Jetzt stehe ich wieder im Kreuzfeuer", sagt der neue Coach des deutschen Meisters Kölner Haie. Nach vier "ruhigen" Jahren in Kassel ist der "Alpenvulkan" wieder im Rheinland - und wieder auf Titeljagd.

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Zurück im Rampenlicht: Hans Zach will die Kölner Haie zu Meisterehren führen.

So sehr die jüngsten Erfolge mit der Nationalmannschaft auch für Aufsehen sorgten, so sehr seine kontinuierliche Arbeit mit beschränkten finanziellen Mitteln bei den Kassel Huskies Respekt verdiente - eines fehlte dem ehrgeizigen Diplom-Sportlehrer: der Kampf um Titelehren.

Einst Meistermacher bei der DEG

Seine bislang letzte Meisterschaft gewann der Bad Tölzer 1993, ebenfalls im Rheinland mit der Düsseldorfer EG, der letzte von drei Titeln in Folge. Damals verdiente Zach sich seinen Ruf als Meistermacher, den er jetzt in Köln wieder aufpolieren will. "Ich kann die deutsche Meisterschaft nicht versprechen", sagt der neue Haie-Coach, doch die erfolgreiche Titelverteidigung ist eindeutig das Ziel.

Am besten nach Düsseldorfer Vorbild: Als Zach 1990 zum Kölner Rivalen kam, war die DEG gerade unter Interimscoach Peter Hejma Meister geworden - erstmals nach 15 Jahren: "Danach haben wir das noch dreimal geschafft. Das wäre natürlich hier auch nicht schlecht. " Die Haie wurden in der vergangenen Saison mit der Notlösung Rich Chernomaz Meister.

Lukratives Angebot aus der Schweiz abgelehnt

Zach weiß, dass die Erwartungen und der Druck in Köln, beim "FC Bayern des Eishockey", wie er selbst sagt, besonders groß sind. Nicht zuletzt wegen des Ur-Bayern, dem vielleicht letzten "Typ" im deutschen Eishockey, verkaufte der KEC die Rekordzahl von 5500 Dauerkarten. Gerade diese Herausforderung reizt den 53-Jährigen, der am vergangenen Wochenende seinen Dienst antrat: "In Kassel hatte ich nichts zu verlieren. Hier erwartet jeder das Endspiel." Deshalb lehnte er ein höher dotiertes Angebot aus der Schweiz ab: "Ein schönes Land, schönes Geld, aber die Mentalität passt nicht zu mir."

Als Nationaltrainer nicht ausgelastet

So bleibt Zach in Deutschland der "doppelte Hans", und seine Doppelfunktion als Klub- und Bundestrainer, die er nun seit vier Jahren inne hat, will er nicht aufgeben "solange ich noch das richtige Feuer habe". Das sei für ihn und den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) "die optimale Lösung". Er brauche die tägliche Trainingsarbeit: "Nur drei Turniere im Jahr und ein paar Freundschaftsspiele, sonst nichts, das wäre zu wenig."

14 deutsche Spieler im Haie-Kader

Nach drei Wochen Urlaub zum Fischen in Alaska ist Zach wieder bereit für die Doppelbelastung mit hohen Zielen. Auch mit der Nationalmannschaft will er bei der WM in Finnland (26. April bis 11. Mai) den Aufwärtstrend nach zuletzt zwei Viertelfinal-Teilnahmen fortsetzen. "Wir wollen so frisch und frei spielen wie in den letzten Jahren", verspricht der Bundestrainer und wundert sich selbst ein wenig über die jüngsten Erfolge: "Das deutsche Eishockey ist so stark geworden wie ich es in den kühnsten Träumen nicht erwartet hätte. Ich habe wirklich gedacht, wir sind am Ende."

Und damit der Bundestrainer Zach noch lange nicht am Ende ist, will ihm der Vereinstrainer Zach wie schon zu Kasseler Zeiten die Spieler für die Nationalmannschaft ausbilden. Dafür hat er insgesamt 14 deutsche Spieler im Haie-Kader, so viele wie lange nicht mehr: "Sie haben ihre Chance, international salonfähig zu werden."

Von Thomas Lipinski, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 6. August 2002 12:34 von sab

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