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Mo 29.07.2002
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Borussia Dortmund startet mit zweiter Garnitur in den Liga-PokalErster Härtetest als Muster ohne WertJena - Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund geht "ohne Acht" in seinen ersten echten Härtetest. Zehn Tage vor dem Bundesliga-Auftaktmatch gegen Hertha BSC Berlin kommt es im Ligapokal-Halbfinale am Dienstag (20.30 Uhr/ARD) in Jena zum Duell gegen denselben Gegner.
Grund genug, um neben fünf verletzten Spielern wahrscheinlich auch drei Vizeweltmeister zu schonen. Das Fehlen von mindestens sechs Stammkräften beim Titelverteidiger aus der Hauptstadt macht das "Bundesliga-Vorspiel" endgültig zur Farce. Pokern wichtiger als Geld verdienen "Es ist doch logisch, dass weder wir noch die Berliner in kurzer Zeit zweimal die stärkste Mannschaft aufbieten", knurrt BVB-Sportmanager Michael Zorc. Pokern ist trotz finanziell schwerer gewordener Zeiten offensichtlich wichtiger als Geld zu verdienen. Immerhin hat der Ligapokal-Finalist schon 890.000 Euro sicher. Trotzdem dürfte Chefcoach Matthias Sammer wohl freiwillig auf die drei Vizeweltmeister Sebastian Kehl, Torsten Frings und Christoph Metzelder verzichten. Ohnehin nicht dabei sind die Verletzten Jens Lehmann, Christian Wörns, Giuseppe Reina, Heiko Herrlich und Marcio Amoroso. Deutliche Worte von Zorc: "Schwachsinn Ligapokal" Während Zorc wegen der Ansetzung über den "Schwachsinn Ligapokal" schimpft, bleibt Sammer diplomatisch: "Es ist wichtig, dass wir uns spielerisch weiterentwickeln. Der Ligapokal ist ein guter Ernstfall-Test." Tatsächlich wäre das Duell gegen Hertha die Gelegenheit, sich mit seinem derzeit besten Team endlich mit einem Gegner von internationalem Kaliber zu messen. Im bisher einzigen halbwegs harten Match wurde der türkische Pokalsieger Kocaelispor mit 1:0 besiegt, und zumindest der Siegtorschütze Lars Ricken soll als einziger Vizeweltmeister im Ligapokal auflaufen. Auch Hertha nimmt Generalprobe nicht ernst Gegner Hertha nimmt die Bundesliga-Generalprobe auch nicht besonders ernst. "Ich bin kein euphorischer Ligacup-Anhänger. Die Cup-Verteidigung hat einen geringen Stellenwert. Wichtiger ist, die Mannschaft für die Bundesliga einzuspielen", sagt Trainer Huub Stevens. Das wird allerdings schwer, denn in Nationalspieler Marko Rehmer, Stefan Beinlich, Denis Lapaczinski, Dick van Burik und Pal Dardai fehlt ein Großteil des potenziellen Stammpersonals. Der Einsatz des angeschlagenen Sturmduos Michael Preetz und Alex Alves ist ebenfalls noch nicht sicher. In jedem Fall fehlen wird der in der vergangenen Woche verpflichtete brasilianische Weltmeister Luizao, der erst ab 1. August spielberechtigt ist. Zumindest der Topverdiener hätte Lust, den erwarteten 15.000 Zuschauern in Jena tollen Fußball statt Aufstellungs-Poker zu präsentieren: "Ich würde am liebsten sofort lospielen." Von Lars Becker, sid - Foto: AP |
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Zuletzt geändert am 29. Juli 2002 15:49 von sab |
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