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So 21.07.2002
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Tour: Millar gewinnt Etappe nach Beziers - Zabel ist Grün losRuhiger Tag für den Mann in Gelb
Beziers - "Telekom-Joker" Bobby Julich hat die große Chance auf seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France vergeben und den Sieg David Millar überlassen müssen. Der Schotte triumphierte auf der Pyrenäen-Abfahrt der 13. Etappe an der Spitze einer fünfköpfigen Ausreißergruppe im Ziel der Rugby-Hochburg Beziers, wo Telekom-Kapitän Erik Zabel sein Grünes Trikot an den Australier Robbie McEwen verlor. Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung verteidigte der dreimalige Tour-Gesamtsieger Lance Armstrong aus den USA erfolgreich, seine Führung im Berg-Klassement baute der Franzose Laurent Jalabert weiter aus.
Führungsgruppe gesprengt Auf dem 171 km langen Teilstück war Millar am Ende der beste Sprinter, nachdem sich der auf Malta geborene Brite mit seinen vier Rivalen auf den letzten zehn Kilometern von ursprünglich elf Flüchtlingen abgesetzt hatte. Seinen zweiten Tour-Erfolg nach seinem Triumph im Jahr 2000 machte Millar nach 4:08:18 Stunden vor dem Spanier David Etxebarria, dem Niederländer Michael Boogerd und Frankreichs Ex-Weltmeister Laurent Brochard perfekt. Mit 1:08 Minuten Rückstand belegte Julich den zehnten Platz vor Frankreichs "Ausreißer-König" Laurent Jalabert, der die rund 160 km lange Flucht initiiert hatte. Den Sprint des Hauptfeldes gewann mit 9:56 Minuten Rückstand der Australier Baden Cooke vor McEwen und Zabel, der nun punktgleich mit dem australischen Meister ist. Telekom gibt im kampf um Grün nicht auf "Eigentlich ist der Spurt für Erik gut angelaufen, dann gingen die beiden Australier doch noch vorbei. Aber der Kampf ums Grüne Trikot geht weiter. Unser Team ist flexibel und taktisch gut eingestellt. Wir haben verschiedene Varianten probiert", sagte Kummer, der mit Julichs Fahrt in der Spitzengruppe zufrieden war. "Schade", sagte der US-Profi, "leider war alles in fünf Sekunden vorbei. Der ursprünglich als Helfer von Jan Ullrich verpflichtete Texaner konnte am Ende nicht mehr mithalten. "Beim ersten Break konnte ich noch gegenhalten. Aber dann musste ich selbst das Loch zu machen und da war der Abstand schon zu groß", sagte der Gesamtdritte von 1998. Im Gesamtklassement führt Armstrong unverändert mit 2:28 Minuten vor Joseba Beloki und 3:19 vor dessen spanischem Landsmann Igor Gonzalez Galdeano. Als Lohn für seine "Flucht-Gala" rückte Jalabert mit 8:57 Minuten Rückstand auf den neunten Platz vor. Jalabert erneut in der Ausreißergruppe In der Gluthitze Südfrankreichs und trotz starken Gegenwinds hatte "Berg-König" Jalabert am Samstag gleich nach dem Start das Zepter wieder übernommen. An der Spitze eines Ausreißer-Quartetts stürmte der frühere Zeitfahr-Weltmeister als Erster nach 8,5 km über den 1060 m hohen Gipfel an der Montsegur-Burg und baute seine Führung in der Bergwertung weiter aus. Jalabert, der am Donnerstag ud Freitag die Pyrenäen in vorderster Front ohne den erhofften Tagessieg überquert hatte, gab auch weiterhin den Ton an und gewann auch die restlichen beiden Bergpreise am 670 m hohen Col de Badourade und dem Col de Saint-Benoit (630 m). Erst 50 km nach dem Start in Lavelanet, wo die Tour erstmals gastierte, erhielten die vier Spitzenfahrer Gesellschaft. Sieben weitere Kollegen schlossen zur Spitze auf, wo das Team Telekom dank Julich nun auch vertreten war. Den ohnehin schon komfortablen Vorsprung baute die elfköpfige Fluchtgruppe auf der Fahrt durch die Weinfelder des Languedocs zeitweise auf über 13 Minuten aus. Im Peloton sahen Armstrong und Co. dem Treiben ungerührt zu, die Tour-Favoriten sparten ihre Kräfte für die bevorstehenden Strapazen in den Alpen. Auch Zabel und seine Sprintkollegen konnte sich angesichts des nicht mehr aufzuholenden Rückstands schonen. Von Oliver Görz, sid - Fotos: dpa |
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Zuletzt geändert am 21. Juli 2002 10:49 von sab |
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