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Schicksalsschlag für Telekom-Sprinter: Mutter gestorben

Hondos trauriger Giro-Abschied

Straßburg - Die traurige Nachricht kam per SMS. Als Danilo Hondo in Straßburg die Dusche verließ, weinte er - seine Mutter, seit längerem schwer krank, war am Mittwoch gestorben. Für Telekom-Fahrer Hondo, im Vorjahr zweifacher Etappengewinner in Lucera und Potenza, war der 85. Giro d'Italia beendet. "Für diesen Fall hatten wir schon vorher geklärt, dass er geht. Das ist doch klar", sagte Teamchef Rudy Pevenage.

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Schicksalsschlag: Danilo Hondo, hier im Sprintduell mit Mario Cipollini, steigt nach nach dem Tod seiner Mutter aus dem Giro d´ Italia aus.

Der 27-jährige Lausitzer, im vergangen Jahr Vater einer Tochter geworden, flog nach Berlin, wo ihn seine Freundin erwartete. Das Team flog nach Turin, wo der Giro ab Freitag nach dem Abstecher durch die Niederlande, Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich neu beginnt.

Nach Zieldurchfahrt direkt zum Flughafen

Weil am Mittwoch alles ganz schnell gehen musste, lag das Ziel im Rücken einer Turnhalle, in der auch das Pressezentrum untergebracht war. Wie zu alten Friedensfahrt-Zeiten gingen die Fahrer direkt vom 500 m entfernten Zielstrich in einem Außenbezirk Straßburgs zum Duschen. Danach ging es sofort zum Flughafen.

Giro als Saisonhöhepunkt geplant

Der Giro sollte für Hondo, dessen Bindung zu seiner Mutter als Alleinerziehende besonders eng war, der Saisonhöhepunkt werden. Jetzt brachte er nur vier Etappen hinter sich. Davor war es für ihn in der Saison verständlicherweise auch noch nicht so gelaufen. Seine Gedanken waren bei der kranken Mutter.

Chancen auf Tour-Start gestiegen

Nach dem Ausstieg ist jetzt sogar eine Premiere bei der Tour de France ein Thema. "Das müssten wir mal abwägen, aber im Moment machen wir uns noch keine Gedanken darüber", sagte Pevenage. Ohne den erkrankten Jan Ullrich und mit Erik Zabel als einzigem Kapitän, der mit Gian-Matteo Fagnini und eventuell Hondo auf starke Sprint- Unterstützung rechnen könnte, ginge das Team Telekom mit völlig anderer Orientierung in die Tour als in den vergangenen Jahren.

Beim Giro hat Pevenage mit dem "jungen Wilden" Matthias Kessler nur noch ein Eisen im Feuer. Der 23-jährige Nürnberger ist im Gesamtklassement Fünfter. "Freitag mit der Bergankunft in Limone Piemonte steht ein erster richtiger Test mit einem unheimlich schwierigen Finale mit einer Steigung von bis zu 20 Prozent bevor", kündigte Pevenage an.

Von Andreas Zellmer, dpa - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 16. Mai 2002 12:30 von sab

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