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Rad: Am Ende ging Zabel die Luft aus
Telekom-Asse ohne Chance in Flandern
Verletzung verheilt: Jan Ullrich sitzt wieder im Sattel

Warten auf Ullrich - Armstrong topfit - Telekom hofft auf Paris-Roubaix

Am Ende ging Zabel die Luft aus

Am Ende ging auch Erik Zabel die Luft aus: "Am Koppenberg habe ich wohl zuviel Kraft gelassen. Als danach die Post abging, kam ich nicht mehr mit", schilderte der 31-Jährige die Szene 55 km vor dem Ende der Flandern-Rundfahrt.

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Erik Zabel

Nach zwei Weltcuprennen der Radsportsaison 2002 steht das Team Telekom noch mit leeren Händen da. Hinzu kommt die Ungewissheit über Jan Ullrich. "Ende der Woche wissen wir, was Sache ist", sagt Teamchef Walter Godefroot. Bis dahin soll sich zeigen, ob das Knie des Merdingers den Belastungen standhält.

Doping-Anschuldigungen sind Schnee von gestern

Kaum Gedanken macht man sich bei Telekom dagegen wegen der neuen Doping-Anschuldigungen aus Italien. Teamarzt Dr. Lothar Heinrich: "Die Vorwürfe sind doch Schnee von gestern, da ist nichts Neues auf dem Tisch." Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) wird die Unterlagen prüfen, sobald sie vorliegen. Doch mit Sanktionen ist kaum zu rechnen.

Zabel enttäuscht

Schwerer wiegt da schon, dass sich drei Wochen nach Mailand-San Remo die Hoffnungen von Erik Zabel wieder nicht erfüllten. Immerhin war er vor zwei Jahren in Flandern Vierter geworden. "Mit Platz zehn kann ich gut leben", meinte er zwar hinterher. Doch dass ihn Erzrivale Mario Cippolini dabei im Sprint der Verfolger schlug, war ein zusätzlicher Wermutstropfen. Einmal mehr stach auch die zweite vermeintliche Trumpfkarte Steffen Wesemann nicht. Der Wahl-Schweizer stürzte am Koppenberg und gab auf. Das war sicher Pech, aber auch ein Zeichen für mangelnde Konzentration und schwindende Kondition.

Godefroot: "Wir haben die Substanz zum Siegen"

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Nur die Härtesten schaffen es bis zum Ende

Godefroot gab sich trotzdem gelassen: "Bis zu Weses Ausfall waren wir noch mit vier Leuten vorn. Die Mannschaft hat nicht enttäuscht. Wir haben die Substanz zum Siegen. Vielleicht schon am nächsten Sonntag." Da steht Paris-Roubaix zum 100. Mal auf dem Programm. Ein Erfolg im berühmtesten aller Klassiker würde alles andere mehr als aufwiegen. Wieder setzt Telekom dabei auf das Duo Zabel und Wesemann.

Doch Flandern hat erneut bewiesen, dass die Könige des Kopfsteinpflasters aus Italien und Belgien kommen. Vor allem das Mapei-Team untermauerte seinen Ruf als Klassiker-Team Nummer eins. Als einzige Truppe war man im Finale mit zwei Fahrern vertreten. Der 35-jährige Andrea Tafi profitierte davon - und von der Rivalität der beiden belgischen Topfavoriten Johann Museeuw und Peter van Petegem.

In Flandern kommen nur die Härtesten der Harten durch

Wieder einmal zeigte sich, dass in Flandern nur die Härtesten der Harten durchkommen. Aus diesem Holz war ein Rudi Altig geschnitzt, der 1964 für den einzigen deutschen Sieg sorgte. Oder ein Walter Godefroot, der 1968 und 1978 die "Ronde" gewann - so wie 1969 auch Paris-Roubaix. "Um diese Rennen zu gewinnen, braucht man Glück, aber auch enormes Selbstvertrauen", sagt der Teamchef. Ob Zabel oder Wesemann das ausreichend mitbringen, ist die Frage.

Die "Frage Ullrich" stellt sich für den Belgier vorerst nicht: "Ich bin optimistisch, dass Jan bis zur Tour wieder in Form kommt, schließlich sind es noch drei Monate." Dass Lance Armstrong so oder so kaum von seinem vierten Tour-Sieg in Folge abzubringen ist, demonstrierte der Amerikaner in Flandern. Dort kam er ohne Mühe nach 264 km mit der Zabel-Gruppe ins Ziel.

Von Dieter Hennig, sid


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Zuletzt geändert am 8. April 2002 15:10 von tea

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