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So 07.04.2002
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| Sieg auch im Doppel: Timo Boll und Zoltan Fejer-Konnerth. |
"Der EM den Stempel aufgedrückt"
Knapp 24 Stunden zuvor hatte der zweite deutsche Champion in Einzel und Doppel nach Roßkopf (Einzel 1992/Doppel 1998) mit dem zwei Jahre älteren Fejer-Konnerth im Doppel-Finale durch ein 4:2 gegen Lucjan Blaszczyk/Tomasz Krzeszewski (Polen) das erste Gold für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) in Kroatien geholt. "Timo hat der EM seinen Stempel aufgedrückt", kommentierte DTTB-Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig das mehrtägige "Boll-Festival".
Kampfansage an die Chinesen
Der Erfolgscoach wertete den Coup des deutschen Meisters zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in Athen auch mit Blick auf die Schwedens abgetretene "Dream Team"-Generation, die erstmals seit 1978 ohne Medaille in Einzel und Doppel blieb, als Kampfansage an die "Weltmacht" China: "A star is born. Die EM-Titel können jetzt aber nur eine Zwischenstation sein: Timo hat das Potenzial, die Chinesen anzugreifen und auch zu schlagen."
Im Halbfinale einen Matchball abgewehrt
Dank des in der nächsten Weltrangliste voraussichtlich unter die ersten Drei gestürmten Europe-Top-12-Siegers, der beim 4:3 im Halbfinale gegen den Weltranglistenzehnten Werner Schlager (Österreich) erstmals Sätze abgegeben und bei einem Matchball für Schlager sogar vor dem Aus gestanden hatte, gewann Deutschland nach den vorherigen Mannschafts-Silbermedaillen einmal mehr die Nationenwertung. Schimmelpfennig: "Ohne den verletzten Jörg Roßkopf ist das umso bemerkenswerter."
Allerdings stehen für den DTTB drei Medaillen weniger als zuletzt 2000 in Bremen zu Buche. Denn die DTTB-Damen kehrten erstmals seit 1992 in Stuttgart ohne eine Medaille im Einzel, wo die gebürtige Chinesin Ni Xia Lian (Luxemburg) mit 4:1 gegen Krisztina Toth (Ungarn) ihren zweiten Titel nach 1998 gewann und die Nachfolge der zurückgetretenen Qianhong Gotsch (Betzingen) antrat, von einer EM heim.
Boll, der als Nachfolger des Schweden Peter Karlsson als siebter Spieler das EM-"Double" gewinnen konnte, überbot in Zagreb den deutschen EM-Herrenrekord seines heutigen Vereinskollegen Roßkopf und von Steffen Fetzner: Die Ex-Weltmeister hatten 1990 in Göteborg jeweils zweimal Silber und einmal Bronze gewonnen.
Von Florian Remark, sid - Fotos: dpa
Donnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH
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Zuletzt geändert am 7. April 2002 18:03 von sab