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Formel 1: "Schumi" hat keine Angst vor Unfall mit Montoya

"Wir werden vernünftiger als heißsporiger"

München - Ohne Angst vor einem erneuten Start-Unfall mit Heißsporn Juan Montoya (BMW-Williams) fährt Ferrari-Star Michael Schumacher zum Europa-Auftakt der Formel 1 am Wochenende in Imola. "Auch wenn alle denken, dass es bald richtig kracht zwischen uns: Ich glaube das nicht. Ich habe keine Angst, dass etwas Schlimmes passiert", sagte der viermalige Weltmeister.

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Ganz gelassen um die Kurve: Michael Schumacher.

Trotz der Start-Zusammenstöße mit dem Kolumbianer in Malaysia und Sao Paulo bleibt Schumacher vor dem Ferrari-Heimspiel gelassen: "Ich glaube, wir werden vernünftiger als heißsporniger. Schließlich wollen wir die Rennen doch zu Ende fahren."

"Montoya ist wie ein Stier"

Derweil verglich Teamchef Sir Frank Williams Montoya mit Nigel Mansell und attestierte dem Kolumbianer bereits weltmeisterliche Fähigkeiten: "Der war wie ein Stier im Auto, ist einfach drauflos gedonnert. Dazu hat Montoya die Fahrzeugkontrolle eines Michael Schumacher oder Ayrton Senna."

"Ralf hat das Hirn, Juan ist extrovertiert"

Ebenso wie Montoya stellte Williams auch dessen Teamkollegen Ralf Schumacher ein exzellentes Zeugnis aus: "Montoya ist das Herz, Ralf das Hirn. Juan ist extrovertiert, Ralf ist introvertiert. Sie sind beide sehr hartnäckig, ihr Fahrstil ist unterschiedlich, ihr Speed aber sehr ähnlich. Ich würde sagen, Montoya riskiert öfter mal zu überholen als Ralf."

Optimismus bei BMW-Williams

Gleichzeitig trat Williams Kritik an Ralf Schumacher entgegen, der es in Brasilien nicht schaffte, seinen Bruder in den letzten Runden zu überholen: "Das Auto war nicht gut genug. Montoya hätte die gleichen Probleme gehabt." Das sah Michael Schumacher ähnlich: "Ein Weichei ist Ralf auf keinen Fall, das ist Unsinn. Er hätte mich in Brasilien zuletzt nicht überholen können."

Sein Team betrachtet Williams weiter als größte Konkurrenz zu Ferrari im Kampf um die WM-Krone: "Michael ist Favorit. Aber wir glauben, ihn schlagen zu können." Der Ferrari-Star, beim Auftakt in Melbourne und zuletzt in Brasilien jeweils siegreich und zugleich Führender in der Gesamtwertung, werde in der laufenden Saison noch einige Rennen verlieren, prophezeite Williams. Der neue Ferrari sei "auf jeden Fall schlagbar", sagte der 59-Jährige.

sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 7. April 2002 14:06 von sab

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