Mi 03.04.2002
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... Die Stimme der Hoffnung
Gleichzeitig lässt Naidoos Songwriting genügend Raum für eigene Interpretation, die aus "Wo willst du hin?" weit mehr als einen Beziehungssong macht. Der Hörer schlüpft in Naidoos Rolle, die simple Frage wird existenziell. Dass der einst mit "Freisein" bekannt gewordene Sänger diesen Effekt anhaltend erzeugt, spricht für sein Talent.
Eine weitere Stärke Naidoos ist die Fähigkeit, den Mitstreitern Qualität abzufordern, ohne sie mit seiner eigenen künstlerischen Vision zu erdrücken. So profitiert das Album von Michael Herbergers Musikalität, Robbee Marianos virtuosem Bass und Billy Davis Hip-Hop-Note. Alle hatten schon bei den Söhnen Mannheims mit Naidoo zusammengearbeitet und Davis erhielt jetzt beim Einbringen einer Hip-Hop-Note freie Hand: "Die meisten der Hip-Hop-Tracks habe ich mit Billy gemeinsam produziert. Wann immer er also der Meinung war, dass noch andere Künstler auf ein Stück können, hat er es verwirklicht, ohne mich groß zu fragen", sagt Naidoo.
Künstler ins Boot geholt
Eine Prozedur, die Künstler wie Lunafrow oder Marlon B. ins Boot geholt hat. Andere Gäste wie Curse oder ein rezitierender Ben Becker ergänzen den Meister ebenso angemessen. Er sei nicht daran interessiert, alles selbst zu entscheiden, sagt Naidoo. So hätten die Beteiligten alle Freiheiten und am Ende des Tages werde gemeinsam geschaut, was dabei herausgekommen sei.
In diesem Fall sei ein "melancholisches, nicht trauriges" Album das Ergebnis. Ein Sänger, der von sich behauptet, immer die melancholische Melodie zu suchen. Auf dem letzten Stück von Zwischenspiel" singt er, dass ihm die Hände gebunden seien. Doch die Kraft seiner Musik wirkt befreiender und würdevoller denn je.
Patrick Mushatsi-Kareba, AP
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