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Xavier Naidoo: Die Stimme der Hoffnung
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Xavier Naidoo: Die Stimme der Hoffnung
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Xavier Naidoo mit neuem Album und Tournee

Die Stimme der Hoffnung

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Xavier Naidoo

Wo viele andere Künstler hin möchten, war Xavier Naidoo schon. Nach seinem höchst erfolgreichen Debütalbum folgte der Siegeszug mit seiner alten Herzensangelegenheit Söhne Mannheims, dann die Emanzipation vom Label 3p und die völlige künstlerische Freiheit.

Die typische Angst vor dem zweiten Album habe er nicht gehabt, beteuert Deutschlands berühmtester Mannheimer, und in der Tat faszinieren Sprache, Musik und Gesang auf dem Doppelalbum "Zwischenspiel/Alles für den Herrn" (Naidoo Rec/SPV) mehr denn je.

Die erste Single "Wo willst du hin?" verweist auf eine Neuorientierung, auf die Grundsätzlichkeit einer eingeschlagenen Richtung. Trotzdem sieht Xavier Naidoo das Grundgefühl des Albums in einem anderen Stück auf den Punkt gebracht: Schon im Titel von "Wir haben alles Gute vor uns" schwinge der Gegenpol zum düsteren Naidoo mit. Und doch hat man es mit keinem wirklichen Gegensatz zu tun.

Hoffnung und Glaube spielen eine wichtige Rolle

Tatsächlich spielen auch auf dem neuen Album Hoffnung und Glaube eine wichtige Rolle. Anders als die Zerrbilder, die ihn als singenden Wanderprediger porträtieren, geht es bei Naidoo nie um Bekehrung oder Missionierung. Vielmehr schafft er es, den Hörer an seiner Trauer, seinen Kämpfen, seiner Hoffnung und seine Aussichten teilhaben zu lassen. Dabei vermengen sich religiöse Metaphern mit weltlichen Geschichten, die keine Konfession, kein Dogma kennen.

Was bedrückend anmutet, ist in Wahrheit eine kreative Grundstimmung, die, wie beim packenden "Abschied nehmen", eher traurige Melodien hervorbringt: "Diese Geschichte ist halb erfunden, zur anderen Hälfte die Erfahrung eines Freundes. Sich im Streit zu trennen, birgt immer das Risiko, sich eventuell nicht wieder zu sehen", sagt Naidoo. Um genau diese Konflikte geht es bei "Zwischenspiel".

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"Wo willst du hin?"

Über einen Sound, der die Melodie des Soul, die Kraft des Hip-Hop, die Kanten und die Spiritualität des Ragga vereint, singt Naidoo mit unverkennbarem Timbre und schier unerschöpflicher Kraft. Eine Kraft, die sich nicht nur in seinem einzigartigen Gesang entfaltet, sondern ebenso in Naidoos melodisch-sprechenden Einschüben. Schwache Stücke oder gar Füller, die Doppelalben oft aufblähen, findet man nicht.

Überhaupt handelt es sich um ein langes, schlüssiges Album. Die beiden Albumtitel trügen einer Konstellation Rechnung, die sich in der Produktion ergeben habe, erzählt Naidoo: "Ursprünglich wollte ich das Album nur 'Alles für den Herrn' nennen. Nur hätten Titel wie 'Wo willst du hin?', also eine klare Beschreibung einer Beziehung zwischen Mann und Frau, dann nicht mehr auf ein Album mit einem solchen Titel gepasst." Der Hörer schlüpft in Naidoos Rolle weiterblättern
 

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Zuletzt geändert am 3. April 2002 14:52 von tea

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