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Ski alpin: Gerg & Ertl feiern Plätze 3 und 4
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Eberharter holt Super-G-Weltcup - Gerg und Ertl feiern Plätze 3 und 4

Freudentränen und lauter Jubel

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Super-G-Weltcup-Siegerin: Hilde Gerg mit ihrem Neffen Kilian

Altenmarkt-Zauchensee - Dem bangen Blick zur Anzeigetafel folgte ein strahlendes Lächeln, dem Sprung auf das Siegerpodest ein lautes Jubeln und sogar ein paar Freudentränen: Hilde Gerg und Martina Ertl haben beim letzten alpinen Super-G des Winters mit den Plätzen drei und vier für ein hervorragendes Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) gesorgt.

"Ich bin so froh, dass ich noch mal aufs Treppchen fahren konnte", sagte Hilde Gerg, die ihre schlechten Olympia-Resultate längst vergessen hat. Die Lenggrieserin bestätigte mit ihrem Resultat ihre Spitzenposition im Super-G. Schon vor dem Saisonfinale in Altenmarkt-Zauchensee hatte sich die 26-Jährige zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach 1997 die kleine Kristallkugel in der Disziplinwertung gesichert.

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Seriensieger Stephan Eberharter

Für die Überraschung des Tages sorgte aber Martina Ertl. Hinter dem österreichischen "Doppelpack" Michaela Dorfmeister und Alexandra Meißnitzer auf den Plätzen eins und zwei sowie Gerg fuhr die Lenggrieserin mit der hohen Startnummer 26 trotz mittlerweile miserabler Piste auf einen nicht für möglich gehaltenen vierten Rang. Für die 28-Jährige war dies das beste Weltcup-Resultat im ganzen Winter. Ertl bestätigte damit eindrucksvoll ihren späten Aufwärtstrend nach einer völlig verkorksten Saison, den sie schon mit Olympia-Bronze in der Kombination eingeläutet hatte.

"Mitte der Saison sah es so aus, als könnte ich ein Wörtchen mitreden"

Schon vor dem Winter hatte sich Hilde Gerg die Kristallkugel in ihrer Lieblingsdisziplin zum Ziel gesetzt. Mit zwei Siegen in Val d'Isère und Cortina d'Ampezzo sowie einem vierten (Lake Louise) und einem fünften (St. Moritz) Platz hatte sie sich ein uneinholbares Polster verschafft. Allerdings haderte die Slalom-Olympiasiegerin von 1998 auch mit dem Wetter. Nur zwei Rennen mussten in der ganzen Saison ausfallen - beide im Super-G der Damen. Mit zwei weiteren Chancen hätte sich Hilde Gerg sogar noch länger Hoffnungen auf den Sieg im Gesamtweltcup machen können. "Mitte der Saison sah es so aus, als könnte ich ein Wörtchen mitreden", sagte sie.

"Wilde Hilde" will unter die ersten drei in der Gesamtwertung

Um zumindest den Platz unter den ersten drei in der Gesamtwertung zu sichern, wird Hilde Gerg auch im ungeliebten Riesenslalom am Samstag starten. In der Sorgendisziplin schaffte sie mit ihrem 13. Platz von Maribor das beste Saisonresultat der deutschen Ski-Damen. Doch auch nach dem Ende einer anstrengenden "aber alles in allem doch schönen Saison" steht für Hilde Gerg noch ein unangenehmer Termin an. Am 19. März wird ihr der 30 cm lange Titannagel entfernt, der seit ihrem Beinbruch im Februar 2000 die linke Wade fixiert.

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Letzter alpinen Super-G: Hilde Gerg holt Platz drei

Während Gerg und Ertl in der traditionellen Vorzeigesparte Super-G für ein versöhnliches Resultat sorgten, konnte Petra Haltmayr (Rettenberg) die Erwartungen als 18. wieder nicht erfüllen. Nachwuchshoffnung Maria Riesch (Partenkirchen) schied nach einem Fahrfehler aus.

Erster Super-G-Sieg für den Schweizer Didier Cuche

Bei den Herren erweiterte Seriensieger Stephan Eberharter seine Trophäensammlung und sicherte sich auch die kleine Kristallkugel im Super-G-Weltcup. Dem Österreicher genügte am Donnerstag ein vierter Platz, um den Schweizer Didier Cuche auf Distanz zu halten. Cuche behauptete mit seinem ersten Super-G-Sieg vor Fritz Strobl (Österreich) und Alessandro Fattori (Italien) den zweiten Platz in der Disziplin-Wertung. Deutsche Skirennfahrer hatten sich nicht für das Feld der 25 Saisonbesten qualifizieren können.

Eberharter hatte schon vor dem Weltcup-Finale den Gesamtweltcup und die Abfahrtswertung für sich entschieden. In keiner Disziplin dominierte er aber so wie im Super-G. Bei allen fünf Rennen vor dem Weltcupfinale stand der Tiroler auf dem Siegerpodest. Cuche beendete mit seinem Erfolg eine zehnjährige Durststrecke des Schweizer Skiteams. Als letzter Eidgenosse hatte Paul Accola 1992 in Morioka einen Super-G gewonnen. Allein in dieser Saison hatte sich Cuche drei Mal mit einem zweiten Platz in dieser Disziplin begnügen müssen.

Von Arne Richter, dpa


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