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So 10.02.2002
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Großkontrolle zum Karneval122 Führerscheine beschlagnahmtKiel/Neumünster - Auch zum Karneval gab es kein Pardon: Am Wochenende zog die Polizei mehrere hundert Alkoholsünder aus dem Verkehr. In zehn Bundesländern wurden in einer Großaktion 122 Führerscheine beschlagnahmt. Fast 400 Autofahrer wurden wegen Alkohols am Steuer angezeigt, teilte die federführende Polizei in Neumünster (Schleswig-Holstein) am Sonntag mit. Die rund 5600 Beamten hatten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag vor allem im Umfeld von Gaststätten, Discotheken und Szenetreffs postiert. Fast 70 000 Autofahrer wurden überprüft. Höchste Wert: 3,53 Promille Ein besonderes Augenmerk der Polizei galt jungen Fahrern, da diese überdurchschnittlich oft an schweren Verkehrsunfällen beteiligt sind. Die Beamten wandten auch den neuen "Drogenwischtest" an, der auf Körperschweiß reagiert. Während der zwölfstündigen Aktion mussten 7876 Kraftfahrer ihren Atem auf Alkohol testen lassen. Der höchste Wert wurde bei einem Mofa-Fahrer aus Moringen im Regierungsbezirk Braunschweig festgestellt: 3,53 Promille. In Nordrhein-Westfalen, wo derzeit die Narren das Regiment übernommen haben, wurden seit Donnerstag bereits 66 000 Autofahrer auf Alkohol am Steuer getestet. Bei 491 Fahrern habe sich der Verdacht erhärtet, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntag. In Rheinland-Pfalz und Hessen wurden nur wenige Alkoholsünder erwischt. "Ein dickes Lob an die Fastnachter", sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt. Viele hätten Taxen und öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder sich von Nüchternen kutschieren lassen. Nacht zum Samstag: 398 Anzeigen wegen Fahrens unter Alkohol Bei der Großaktion in der Nacht zum Samstag wurden 398 Anzeigen wegen Fahrens unter Alkohol und 38 Anzeigen wegen Fahrens unter Drogen geschrieben. 141 Fahrer hatten keinen gültigen Führerschein, in 41 Fällen wurden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. An der Aktion beteiligten sich neben Schleswig-Holstein die Länder Brandenburg, Bremen, Berlin, Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein- Westfalen. dpa |
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Zuletzt geändert am 10. Februar 2002 15:20 von tea |
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