|
|
||||||||||||||
|
|
||||||||||||||
So 09.12.2001
|
Illegale Einwanderer gestorben - Polizei sucht nach Hintermännern:Polizei findet acht Tote im Container
Dublin - Nach dem Tode von acht illegalen Einwanderern in einem Container in Irland hat die Polizei die Suche nach den Hintermännern eines Menschenschmuggel-Ringes aufgenommen. Ein Polizeisprecher sagte am Sonntag, die Herkunft der "Illegalen" sei noch unklar. Die Leichen - zwei der Toten sind Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren - waren am Vortag in einem Möbelcontainer gefunden worden, der aus Belgien kam und im Hafen Waterford ausgeladen wurde. Fünf Überlebende, vier Männer und eine Frau, wurden ins Krankenhaus gebracht. "Furchtbare Tragödie" Der Container war nach Angaben der Polizei aus Mailand über Köln und den belgischen Hafen Seebrügge nach Irland gekommen. Es sei noch unklar, wo die Menschen in den Container gelangt seien. Einer der Überlebenden sprach Türkisch. Die Polizei hatte zunächst vermutet, dass es sich um Osteuropäer handelte; sie wollte sich am Sonntag jedoch nicht festlegen. Der irische Premierminister Bertie Ahern zeigte sich am Sonntag entsetzt über die "furchtbare Tragödie". 8400 beantragte Asyl In den vergangenen zehn Monaten haben in Irland rund 8400 Menschen Asyl beantragt. 1992 betrug die Zahl der Asylsuchenden nur 39. Die meisten Asylsuchenden kommen aus Nigeria, Rumänien, Polen und der Ukraine. Rund 5500 Anträge sind noch nicht entschieden. Die irischen Behörden haben in diesem Jahr 295 Menschen wegen mangelnder Asylgründe abgeschoben. dpa - Foto: dpa |
|
||||||||||||
|
Zuletzt geändert am 9. Dezember 2001 15:37 von aj |
||||||||||||||