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DFB-Pokal: Bundesligisten bekleckern sich nicht mit Ruhm

"Sukerman" als neuer Held bei 1860

Berlin - Aus für den SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach, der 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern und 1860 München nahmen die Hürden nur mit Mühe und Glück: Die Bundesligisten bekleckerten sich in den Mittwoch-Spielen der zweiten Runde des DFB-Pokals nicht gerade mit Ruhm. Im einzigen Erstliga-Duell wähnte sich Gladbach bei den Münchner "Löwen" angesichts einer 3:1-Führung schon auf der Siegerstraße, bevor die Schüsse buchstäblich nach hinten losgingen.

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Hat das Toreschießen nicht verlernt: Davor Suker.

Gladbachs Trainer Hans Meyer konnte der spektakulären Pokal-Dramaturgie beim 3:4 im "Spiel des Tages" denn auch wenig Erfreuliches abgewinnen. "Wir sind sehr, sehr naiv ausgeschieden", sagte Meyer nach dem bitteren Ende. "Wir wollten uns im Pokal Selbstvertrauen für die Bundesliga holen, das haben wir verfehlt."

Turbulentes Spiel in München

Auf der Gegenseite machten die "60er" das bislang turbulenteste Saisonspiel und feierten ihren neuen Helden "Sukerman". Ein Tor hatte der kroatische Nationalspieler vorbereitet, einen Treffer selbst erzielt und er wurde bei seinem Debüt von den Fans sofort in die Herzen geschlossen. "Ich bin so happy, das war einfach exzellent. Dieser Start war gut für mein Selbstvertrauen", sagte der WM-Torschützenkönig von 1998.

Lienen lobt neue Abwehrrecken

Etwas für ihr Selbstwertgefühl taten auch die "Geißböcke" mit dem 2:1 über den Zweitligisten Alemannia Aachen vor ihrem nächsten Bundesligaspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund. "Ich habe am Ende zwar noch gezittert, aber diese Spiele sind wichtig für unser Selbstvertrauen. Und ich bin froh darüber, dass in unserer Defensive mit Marc Zellweger und Rigobert Song wieder Stabilität herrscht", sagte Trainer Ewald Lienen, der auf dem Aachener Tivoli seinen 48. Geburtstag feierte.

Brehme: "Das war ein echter Pokalfight"

Feiern durften nach dem 3:2 in einer Zitterpartie bei Waldhof Mannheim ebenfalls die "Roten Teufel" aus Kaiserslautern. "Das war ein echter Pokalfight", resümierte Lauterns Trainer Andreas Brehme und lobte insbesondere, dass seine Schützlinge nach den ersten zwanzig Minuten die Zweikämpfe so annahmen, wie es sich auch gegen einen Zweitligisten gehört. Weniger angetan war der Weltmeister von den Begleitumständen mit zahlreichen Krawallen, Brandbomben und Feuerwerkskörpern. "So etwas gehört nichts ins Stadion. Das hat mit Fußball nichts zu tun", erklärte Brehme.

Freiburgs Finke bewahrt trotz Pleite die Ruhe

Eine Mahnung, die im anderen Sinne auch an den SC Freiburg hätte gerichtet sein können. Was die Breisgauer nach dem Uefa-Cup-Aus im nationalen Pokal beim Regionalliga-Elften in Darmstadt 98 ablieferten, war eine einzige Enttäuschung. Mit einer Standpauke hielt sich Trainer Volker Finke nach dem 1:3 nach Elfmeterschießen (3:3 nach 120 Minuten) jedoch zurück.

"Wir haben immer gesagt, dass wir keine Spitzenmannschaft sind. Durch das Pokal-Aus bricht keine Welt zusammen. Auch wenn wir gegen Kaiserslautern verlieren und gegen Rotterdam im Uefa-Cup ausscheiden sollten, sind wir im Soll", beschrieb SC-Trainer Volker Finke. "Ich bin nicht pessimistisch. Unsere Problemzone ist zurzeit ohne Wenn und Aber die Defensivabteilung. Wenn sich unsere Stammspieler wieder gesund zurückmelden, geht es auch wieder bergauf."

Von Andreas Müller, sid - Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 29. November 2001 14:26 von sab

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