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So 25.11.2001
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Eisschnelllauf in Den Haag: Pechstein viermal Zweite - Breuer DritterFriesinger feiert ihr erstes Weltcup-Triple
Den Haag - Nach dem erfolgreichsten Weltcup-Wochenende ihrer Karriere klingelte bei der in dieser Saison noch ungeschlagenen Anni Friesinger die vorweihnachtliche Kasse. Bei ihrem ersten Triple mit Siegen über 1500 m (2:00,31 Minuten), 3000 m (4:12,52) und 5000 m (7:15,30) verbuchte die 24 Jahre alte Eisschnellläuferin aus Inzell ihre Weltcup-Erfolge Nummer zehn bis zwölf und kassierte eine Siegprämie von über 20.000 Mark. Zu den jeweils 3000 Mark für jeden ihrer sieben Weltcupsiege bei sieben Saisonstarts könnten noch einmal rund 60.000 Mark für den Gewinn des Gesamtweltcups über 1500 m sowie über 3000/5000 m kommen. Den "Jackpot" von 14.000 Dollar pro Gesamtsieg über die Mittel- und Langtrecke kann der großen Olympiahoffnung Anni Friesinger nach den drei Veranstaltungen in Berlin, Innsbruck und Den Haag bei zwei aussstehenden Allround-Weltcups in Heerenveen (11. bis 13. Januar) und Inzell (8. bis 10. März) auf dem "langen Kanten" nur noch Mannschaftskollegin Claudia Pechstein streitig machen. In Den Haag blieb der zweifachen Olympiasiegerin über 3000 m und 5000 m zweimal nur der Ehrenplatz hinter dem neuen "Fräulein-Wunder". "Es ist ein großartiges Gefühl" "So einen Saisonstart habe ich nie und nimmer erwartet. Es ist ein großartiges Gefühl, mit solchen Ergebnissen in ein Olympiajahr zu gehen", sagte Friesinger, Mehrkampf- und 1500-m-Weltmeisterin des Vorjahres, und sprach auf der Pressekonferenz in fließendem Holländisch über ihre Pläne. Ihr nächster Weltcupstart wird am 9. /10. Dezember in Calgary als Sprinterin sein, um sich womöglich auch über die kurzen Distanzen für Olympia zu qualifizieren.
Anschließend folgt eine Flug nach Gran Canaria, so dass Anni Friesinger die deutschen Mehrkampfmeisterschaften Ende Dezember in Erfurt auslässt und auch die EM in Thüringen vom 4. bis 6. Januar lediglich als vorolympisches Training ansieht. "Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man bis jetzt alles richtig gemacht hat", befand die in diesem Winter noch ungeschlagene Kufenflitzerin und nannte das 5000-m-Rennen in Den Haag "das beste, das ich je gelaufen bin". Claudia Pechstein erkältet Bei Nebel und schwerem Eis hatte die legitime Nachfolgerin der 100-fachen Weltcup-Siegerin Gunda Niemann-Stirnemann, die in Den Haag ihr Debüt als Co-Kommentatorin des ZDF gab, 7:15,30 Minuten benötigt und ihre Mannschaftskollegin Pechstein (7:17,15) im ersten direkten Saison-Duell über diese Distanz auf der letzten Runde bezwungen. So ganz nebenbei unterbot Friesinger den Bahnrekord um 13 Sekunden. "Ich war etwas erkältet und nicht in Bestform. Außerdem ist bis zu den Olympischen Spielen noch etwas Zeit", kommentierte die als Spätstarterin und ausgezeichnete Saisonplanerin bekannte Pechstein, die im November vier Weltcup-Niederlagen gegen die fünf Jahre jüngere Friesinger einstecken musste. Ihr großes Ziel, in Salt Lake City als erste Läuferin zum dritten Mal olympisches Gold auf der längsten Frauenstrecke zu gewinnen, hat Pechstein deswegen aber nicht aus den Augen verloren. "Friesinger-Festspiele" in Inzell Angesichts der "Friesinger-Festspiele" in der Heimat ihres Freundes Ids Postma verblassten andere starke Leistungen der deutschen Starter. Mittelstreckler Christian Breuer (Grefrath) stand erstmals in seiner Karriere bei einem internationalen Wettkampf auf dem Treppchen. In 1:51,01 Minuten gewann der deutsche Meister über 1500 m beim Sieg von Derek Parra aus den USA (1:49,78 Minuten) die Bronzemedaille und sorgte damit für das bislang beste deutsche Männer-Ergebnis in der olympischen Saison. Annis Bruder Jan Friesinger (Inzell) belegte in derselben Konkurrenz Rang sieben. Die Erfurterin Daniela Anschütz wurde über 5000 m Sechste, der Chemnitzer Frank Dittrich über dieselbe Distanz beim Sieg von Olympiasieger Gianni Romme (Niederlande/6:38,52) Siebter. Der Platz unter den besten besten Acht reichte fürs Olympia-Ticket. Christiana Mansfeld, sid |
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Zuletzt geändert am 25. November 2001 15:09 von tea