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Konkurrenzkampf belebt:

"Sorgenkind" Jancker meldet sich zurück

Neu-Isenburg - Gerade noch rechtzeitig vor den "Alles-oder- Nichts-Spielen" gegen die Ukraine hat sich Mittelstürmer Carsten Jancker zurückgemeldet.

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Der 27 Jahre alte Münchner absolvierte am Mittwoch in Heusenstamm bei Frankfurt/Main nicht nur die erste Übungseinheit vor den WM-Relegationsspielen voll mit. Jancker äußerte sich auch optimistisch, was einen möglichen Einsatz bereits beim Hinspiel am Samstag in Kiew betrifft: "Ich habe noch einige Tage Zeit. Ich habe keine Probleme mehr."

Kaum ist er da, muss man ihn bremsen

Sechs Wochen lag der bullige Angreifer, mittlerweile auch schon drei Jahre bei der Nationalmannschaft dabei, wegen eines Sehneneinrisses an der Fußsohle auf Eis. Sein großer persönlicher Ehrgeiz hatte die Verletzungspause verlängert, denn er hatte wieder zu früh mit scharfem Training begonnen. Und auch jetzt stellte Rudi Völler fest: "Er ist fast schon wieder in der Phase, in der man ihn bremsen muss." Angesichts der Bedeutung der beiden anstehenden Partien betonte Jancker allerdings auch: "Keiner wird uns hinterher vorwerfen können, dass wir nicht 110 Prozent gegeben haben."

Vorzug vor Kapitän Oliver Bierhoff?

Im Übungsspiel zusammen mit Kahn, Wörns, Ramelow, Ziege, Asamoah und Ballack zeigte sich Jancker bereits wieder angriffslustig, reagierte emotional bekannt heftig auf misslungene und gelungene Aktionen. "Der Ansporn war in erster Linie, fit zu werden", erzählte der Mecklenburger, der seine ersten Fußball-Erfolge beim FC Hansa Rostock gefeiert hatte. Obwohl Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld noch vor einer Woche meinte, "ein so wichtiges Spiel kann er nach so langer Pause noch nicht bestreiten", ist Jancker jetzt wieder ein Kandidat zumindest für einen Teilzeit-Einsatz.

Jancker hat in Völlers Planungen schon immer eine herausragende Rolle gespielt. "Wir haben die ganze Zeit Kontakt gehabt", verriet Jancker auch die enge Verbindung zum Teamchef während der langen Verletzungspause. Wenn der "Bayern-Brecher" fit war, hatte er gerade in den wichtigen Länderspielen stets den Vorzug vor Kapitän Oliver Bierhoff bekommen. Unter Völler war er zudem mit drei Treffern der erfolgreichste Stürmer. Alexander Zickler (2), Miroslav Klose (2), Gerald Asamoah (1) und Bierhoff (1) folgen. Auch jetzt hat Jancker den Konkurrenzkampf um die Angriffsposition überraschend neu belebt.

Von Jens Mende und Klaus Bergmann, dpa


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Zuletzt geändert am 7. November 2001 16:43 von tea

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