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Wieder in der Türkei: Neuer Coach des türkischen Erstligisten Trabzonspor

Hans-Peter Briegel - Trainer in nur 48 Stunden

Trabzon - Telefonanruf, Abflug, Unterschrift - Hans-Peter Briegel hat bei seinem Engagement als neuer Trainer des türkischen Erstligisten Trabzonspor keine Zeit vergeudet. Zwischen der ersten Kontaktaufnahme per Telefon am Sonntagabend und der Unterzeichnung des Vertrages bis Saisonsonende (mit Option auf ein weiteres Jahr) am Dienstag vergingen keine 48 Stunden.

"Es ging alles sehr schnell", sagt Briegel und ist selbst ein wenig von seinem spontanen Entschluss überrascht. Für den 46-Jährigen ist die Türkei allerdings kein Neuland. Bereits in der Saison 1999/2000 war der 72-malige Nationalspieler Trainer bei Besiktas Istanbul, zunächst als Assistent von Karl-Heinz Feldkamp, dann bis zum Sommer des vergangenen Jahres als Chefcoach. Zuletzt war die "Walz aus der Pfalz" aber vornehmlich als Tribünengast seines Heimatvereins 1. FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion zu sehen.

"Ich bin hier, um Erfolg zu bringen"

Die Zeiten des Zusehens sind nun aber wieder vorbei. Am Mittwochmittag unterschrieb Briegel den Vertrag, und bereits zwei Stunden später leitete er erstmals das Training des Schwarzmeer-Vereins, der neben den Istanbuler Klubs Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas zu den großen türkischen Traditionsklubs zählt. "Ich kann nicht die Meisterschaft versprechen, aber wir werden einen guten Platz erreichen. Ich bin hier, um Erfolg zu bringen", erklärte der zweimalige Vizeweltmeister bei seiner Ankunft in Trabzon.

Die Aufgabe wird nicht leicht für Briegel, denn zurzeit liegt der sechsfache türkische Meister, der in der Saison 1985/86 in Jürgen Sundermann schon einmal einen deutschen Trainer unter Vertrag hatte, mit zwölf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Galatasaray lediglich auf dem zehnten Tabellenplatz. Vor der Saison wollten die Verantwortlichen um den Titel spielen. Den hohen Ansprüchen ist Briegels Vorgänger Sadi Tekelioglu zum Opfer gefallen und auch der Pfälzer ist bereits vor seinem Arbeitsantritt nicht unumstritten. "Mir wäre eine Trainer mit größerem Namen und mehr Erfolgen lieber gewesen", sagte Präsidumsmitglied Mehmet Ühsuzoglu.

450.000 Mark Gehalt

Dennoch glaubt Briegel, dessen Gehalt bis zum Saisonende bei 450.000 Mark liegen soll, an den Erfolg mit seinem Team, dass seit 1984 keine Meisterschaft mehr gewinnen konnte. "Dafür werden wir hart arbeiten und ich bin sicher, dass ich mich hier sehr wohlfühlen werde", meinte der frühere FCK-Sportdirektor. In Briegels neuer Mannschaft tauchen zwar keine international bekannte Namen auf, dafür hat sich der Deutsche ein vertrautes Umfeld bereitet. Sein neuer Co-Trainer und Dolmetscher wird Ahmet Akcan, mit dem er schon bei Besiktas arbeitete.

Von Ismail Tipi, sid - Foto: Archiv


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Zuletzt geändert am 7. November 2001 13:07 von tea

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