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Zurück zu den den Wurzeln: Schumi startet bei Kart-WM in Kerpen

Duell mit jungen Wilden als Urlaub

Kerpen - Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher kehrt im Anschluss an die beste Saison seiner Karriere zu seinen sportlichen Wurzeln zurück. Auf der Kartbahn im heimischen Kerpen, wo er schon als kleiner Junge seine ersten Runden drehte, startet der Ferrari-Star am Wochenende als Gaststar bei den Finalläufen der Kart-Weltmeisterschaft und erfüllt sich damit einen großen Traum.

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So fing alles an: Schumi versucht sich am Wochenende wieder einmal im Kart.

"Ich wollte schon lange mal wieder ein internationales Kartrennen fahren. Das ist für mich eine große Herausforderung", sagt Schumacher vor dem Spaß-Auftritt in der Heimat.

Heimatklub sprang kurzerhand ein

Dabei nutzte er vor vier Wochen die Gunst der Stunde. Als die japanische Rennstrecke Suzuka die letzte von fünf WM-Veranstaltungen abgab, brachte Schumi persönlich "seinen" Kart-Club Kerpen-Manheim als Ersatz-Ausrichter ins Gespräch, aus dem unter anderem auch die Formel-1-Piloten Ralf Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld sowie DTM-Champion Bernd Schneider hervorgingen. Als Bonbon für den Kart-Weltverband CIK versprach der Superstar seine eigene Teilnahme.

Strecke in Rekordzeit auf WM-Niveau gebracht

Kerpen erhielt den Zuschlag und brachte in Rekordzeit die Anlage auf WM-Niveau. "Wir haben in den letzten Wochen fast Tag und Nacht gearbeitet", sagt Manfred Schmitz, Pressesprecher des Klubs, der 1961 als "Rennsportfreunde Graf Berghe von Trips" gegründet worden war: "Wir haben auf der gesamten Strecke neue Fangzäune installiert, ein Medien-Zentrum, Toiletten und zusätzliche Tribünen für rund 6000 Zuschauer gebaut. Andere Klubs haben für sowas ein Jahr Zeit."

"Wenn ich verliere, bin ich der Depp"

Schumacher freut sich auf die Duelle mit den jungen Wilden wie WM-Spitzenreiter Vitantonio Liuzzi (156 Punkte) oder seinem Verfolger Davide Fore (125/beide Italien). "Obwohl ich nur schlecht aussehen kann. Wenn ich gewinne, sagt jeder: Klar. Wenn ich verliere, bin ich der Depp", sagt Schumacher: "Mir ist klar, dass diese Jungs jeden Tag im Kart sitzen. Ich fahre vielleicht dreimal im Jahr. Aber gerade das reizt mich. Kart fahren war immer etwas Besonderes für mich, meine Leidenschaft. Ich liebe diese Rad-an-Rad-Duelle. Das ist für mich Freude, Freizeit, Urlaub."

Erste Entzugserscheinungen machen sich breit

Der Weltmeister hat gerade zwei Wochen nach dem Saisonende in Suzuka schon leichte Entzugserscheinungen. "Dadurch, dass die WM so früh entschieden war, fühle ich mich zur Zeit weniger müde als sonst zum Saisonende. Ich sehne den Winter weniger herbei als früher", sagt Schumacher, der im nächsten Jahr nach den meisten Siegen (53) und den meisten Punkten (801) der Formel-1-Geschichte mit dem fünften WM-Titel zu Argentiniens Rekordweltmeister Juan Manuel Fangio aufschließen möchte.

Von Thomas Straka, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 25. Oktober 2001 11:36 von sab

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