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Mi 24.10.2001
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Auftakt der Ski-Saison: Deutsche setzen auf Hilde Gerg und Martina ErtlLeise Olympia-Träume nach WM-WunderSölden - Mit den "alten Ski-Hasen" Hilde Gerg und Martina Ertl, aber ohne "Jung-Star" Florin Eckert absolviert die deutsche National-Mannschaft das erste Weltcup-Rennen im Olympia-Winter. "Wir kennen die an uns gestellten Erwartungen. Mindestens eine Medaille bei den Spielen setzen wir uns selbst zum Ziel", sagt Frauen-Trainer Wolfgang Maier vor dem Auftakt am Wochenende auf dem Gletscher in Sölden mit Optimismus und Gelassenheit.
Während den "Maier-Mädels" um das Lenggrieser Top-Duo in allen vier alpinen Disziplinen Spitzenresultate zugetraut werden, müssen die Männer auch in diesem Winter trotz WM-Bronze von Eckert in St. Anton ihren mühsamen Aufstieg aus dem Leistungstal fortsetzen. "Es ist noch ein weiter Weg bis zur Spitze", sagt Männer-Trainer Martin Oßwald. Vogel verdrängte Eckert Beim alpinen Saison-Start im Ötztal, der am Samstag und Sonntag ohne die verletzten Weltcup-Gewinner Hermann Maier (Österreich) und Janica Kostelic (Kroatien) über die Bühne geht, haben die deutschen Männer angesichts der schwachen Vorstellungen der Vorjahre nur einen Startplatz zugeteilt bekommen. So wurde Abfahrtsstar Eckert schon gebremst, verlor die interne Qualifikation für den ersten Riesenslalom der Saison gegen Alois Vogel (Lohberg). "Das war ärgerlich. Ich wäre gerne dabei gewesen", gibt Eckert zu. Der Lenggrieser hofft nun auf die kommenden Abfahrten in den USA, die trotz der weltpolitischen Lage stattfinden sollen. Frauen-Trio weitgehend verletzungsfrei Auch Kombinations-Weltmeisterin Martina Ertl will bei den Rennen in Übersee Ende November wieder topfit sein. Ihre Meniskusoperation vier Wochen vor dem Saisonstart wurde angesichts des großen Verletzungspechs in den vergangenen Jahren beim Deutschen Ski-Verband (DSV) als "kleiner Eingriff" registriert. "In den vergangenen Jahren war im Sommer stets Rehabilitation verletzter Fahrerinnen angesagt. Jetzt konnten wir uns in der Vorbereitung endlich einmal um das Skifahren kümmern", sagt Maier. Mit Regina Häusl (Bad Reichenhall) kehrt die Siegerin des Abfahrts-Weltcups der vorletzten Saison nach ihrem Beinbruch beim Finale 2000 zurück: "Viel fehlt mir nicht mehr." Ertl weist Favoritenrolle von sich Eine Favoritenrolle für Olympia oder gar den Gesamtweltcup weist Martina Ertl weit von sich. "Du kannst dich im Skisport nicht auf den Tag X vorbereiten. Ich habe gelernt, dass es nichts bringt, sich solche Ziele zu setzen", sagt die 28-Jährige. Trotzdem dürfte es der Sölden-Siegerin des Vorjahres am ehesten gelingen, die vom Deutschen Ski-Verband (DSV) ausgelobte Siegprämie von 53.400 Mark pro Weltcup- Erfolg einzufahren. Titan-Nägel sollen Bein stabilisieren Wie Regina Häusl wird auch Hilde Gerg nach ihrem Beinbruch aus der Vorsaison noch mit Titan-Nägeln in den Knochen an den Start gehen. "Die Ärzte haben mir geraten, sie wegen der Stabilität noch drin zu lassen." Die Slalom-Olympiasiegerin von Nagano 1998 wird in Salt Lake City wohl nicht zur Titelverteidigung in der technischen Disziplin antreten. "Ich fühle mich", so die 26-Jährige, "in der Abfahrt am wohlsten und konzentriere mich voll auf den Speed-Bereich." Auch bei den Männern sollten die Deutschen die besten Resultate in den Hochgeschwindigkeits-Rennen einfahren. Von Arne Richter und Volker Gundrum, dpa |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||
Zuletzt geändert am 24. Oktober 2001 14:47 von sab