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So 21.10.2001
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ATP-Finale in Stuttgart: Haas gewinnt 6:2, 6:2, 6:2 gegen Max Mirnyi"Der größte Erfolg meiner Karriere"
Stuttgart - Tommy Haas hat nach einer perfekten Woche in Stuttgart mit dem "größten Erfolg meiner Karriere" ein weiteres Kapitel deutscher Tennis-Geschichte geschrieben und darf jetzt vom "Masters" träumen. Der 23 Jahre alte Daviscupspieler gewann sieben Tage nach Wien auch das ATP-Turnier im Schwabenland. Haas besiegte in einem einseitigen Finale den überforderten Weißrussen Max Mirnyi in nur 92 Minuten 6:2, 6:2, 6:2 und trat damit in die Fußstapfen von Boris Becker. Der dreimalige Wimbledonsieger hatte 1990 als letzter Deutscher zwei Turniere (Brüssel/Stuttgart) in Folge gewonnen.
"Es ist ein Wahnsinn, dass ich das geschafft habe", sagte Haas. Für den gebürtigen Hamburger war es der insgesamt fünfte Titel auf der ATP-Tour nach Memphis 1999 sowie Adelaide, Long Island und Wien in diesem Jahr. Dadurch verbesserte sich Haas auf den siebten Platz im Champions Race der ATP und hat somit beste Chancen, sich für das Saisonfinale der acht weltbesten Spieler vom 12. bis 18. November in Sydney zu qualifizieren. Träume von Sydney "Es wäre eine Ehre, in Sydney dabei zu sein. Dafür muss ich aber noch in St. Petersburg und Paris gut spielen. Ich hatte fast nicht mehr daran geglaubt, noch eine Chance zu haben. Es wäre die Krönung", sagte der in Florida lebende Tennisprofi. Haas schraubte vor rund 6000 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Schleyer-Halle seine Saison-Bilanz auf eindrucksvolle 54:19 Siege. Der Deutsche ist mittlerweile seit zehn Matches ungeschlagen. Haas erhielt als dritter deutscher Turniersieger nach Boris Becker (1990 und 1996) und Michael Stich (1993) einen Siegerscheck über 434.000 US-Dollar. Trost für Zweiten Mirnyi: 288.000 US-Dollar Preisgeld Mirnyi, der als erster Qualifikant in Stuttgart im Endspiel stand, verpasste dagegen seinen ersten ATP-Titel, kann sich aber mit 288.000 US-Dollar Preisgeld trösten. "Tommy war zu stark für mich. Vor seiner Leistung muss ich den Hut ziehen. Dennoch war es die beste Woche meiner Karriere", meinte Mirnyi.
In einer Neuauflage des olympischen Viertelfinals von Sydney 2000 dominierte der an Nummer zwölf gesetzte Tommy Haas gegen den Überraschungsfinalisten Mirnyi, der im Halbfinale den Russen Jewgeny Kafelnikow (7:6, 6:3) ausgeschaltet hatte, von Anfang an. Bestechende Form bis ins Finale Bereits im Halbfinale hatte Haas als letzter deutscher Spieler nach dem frühen Scheitern von Nicolas Kiefer, Rainer Schüttler und David Prinosil seine derzeit bestechende Form unter Beweis gestellt. Er beendete die zuletzt auf 18 Matches ohne Niederlage angewachsene Siegesserie von US-Open-Gewinner Lleyton Hewitt aus Australien nach hartem Kampf (3:6, 6:4, 7:5). Vertrautes Trainer-Gespann macht fit - auch für Masters-Teilnahme? Seinen Höhenflug führt Haas auch auf die erneute Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Trainergespann Nick Bollettieri/David "Red" Ayme zurück. "In diesem mir vertrauten Kreis fühle ich mich sehr wohl", sagte der Rechtshänder: "Das motiviert mich und wirkt sich auch auf meine Leistungen aus." Im Kampf um die Masters-Teilnahme will sich der "Sunnyboy" aber nicht unter Druck setzen: "Wenn es klappt, ist es super, wenn nicht, bin ich auch zufrieden." Dabei hatte sich Haas in Wimbledon vor knapp vier Monaten noch am Tiefpunkt befunden, als er wegen einer ominösen Magenverstimmung gegen "lucky loser" Wayne Black aus Simbabwe aufgeben musste. Doch nach einer zweiwöchigen Regeneration in seiner Wahlheimat Florida meldete sich der Ferrari-Liebhaber in der US-Hartplatzsaison zurück und deutete mit dem Finalsieg in Long Island gegen Pete Sampras an, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Seit Wimbledon hat Haas von 19 Einzeln nur zwei verloren: im Achtelfinale der US Open gegen Hewitt und im Halbfinale von Moskau gegen Kafelnikow. Hans-Peter Sick, sid |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||||||||||||
Zuletzt geändert am 21. Oktober 2001 18:14 von to