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So 21.10.2001
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65,8 Prozent dafür: Deutliches Signal für 760-Millionen-ProjektMünchner Bürger wollen neues Stadion
München - Überraschend deutlich haben die Münchner Bürger den Weg für ein neues Fußball-Stadion im nördlichen Stadtteil Fröttmaning frei gemacht. Beim Bürgerentscheid über eine neue Heimat der Bundesligisten FC Bayern und TSV 1860 gab es eine überwältigende Mehrheit von 65,8 Prozent für das Projekt und nur 34, 2 Prozent "Nein"-Stimmen. Auch das sogenannte Quorum, wonach mindestens zehn Prozent aller Wahlberechtigten zustimmen müssen, wurde erfüllt. Die Wahlbeteiligung lag mit 37,5 Prozent so hoch wie noch nie bei einem Bürgerentscheid in Bayern. Hoeneß verspricht "schönstes Stadion der Welt" "Jetzt stehen wir in der Pflicht, unseren Fans das hinzustellen, was wir versprochen haben: das schönste Stadion der Welt", erklärte Bayern-Manager Uli Hoeneß euphorisch, als das Endergebnis um exakt 19.45 Uhr feststand. Auch "Löwen"-Präsident Karl-Heinz Wilmoser bekannte: "Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich freue mich unglaublich." Bayern-Präsident Franz Beckenbauer, in Personalunion Chef des Organisationskomitees für die WM 2006, erklärte nach großen Bedenken in den vergangenen Wochen: "Ich kann mir nun vorstellen, dass das WM-Eröffnungsspiel in München stattfindet." OB Uhde: "Uns sind einige Steine vom Herzen gefallen"
Und auch Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), der sich ebenso wie Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) massiv für eine neue Arena ausgesprochen hatte, war erleichtert: "Vielleicht haben Sie es plumpsen hören. Uns sind einige Steine vom Herzen gefallen." Der Neubau soll rund 400 Millionen Mark kosten, die allein von den Vereinen getragen werden. Hinzu kommen geschätzte 360 Millionen Mark an Infrastruktur-Kosten (Autobahn, U-Bahn), die gemeinsam von der Stadt München und dem Freistaat Bayern aufgebracht werden sollen. In den kommenden Monaten werden die Vereine nun einen Architekten-Wettbewerb ausschreiben, im kommenden Jahr sollen bereits die Bagger rollen. Im Jahr 2005 sollen dann die ersten Spiele in der neuen Arena, die mit rund 66.000 Sitzplätzen ausgestattet sein soll und deren Namen noch nicht feststeht, ausgetragen werden. Stadion-Neubau soll 8.000 Arbeitsplätze schaffen Ein Stadion-Neubau war von allen großen gesellschaftlich-relevanten Gruppen unterstützt worden. Nur die Grünen und die Freien Wähler hatten sich dagegen ausgesprochen. Auch wirtschaftlich erhofft man sich einiges: Während der Bauphase sollen beispielsweise 8.000 Arbeitsplätze entstehen. Der Bürgerentscheid wurde nötig, weil ein Umbau des Olympiastadions an einem Veto von Erbauer Günther Behnisch scheiterte. Der Star-Architekt hatte sein Urheber-Recht auf sämtliche Anlagen der Spielstätten von 1972 geltend gemacht und so jegliche Änderungen an dem Bauwerk verhindert. Christian Pfennig |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | ||||||||||||||
Zuletzt geändert am 21. Oktober 2001 19:36 von to