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So 21.10.2001
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Zweite Fußball-BundesligaMainz siegt und fühlt sich belächelt
Zweitliga-Spitzenreiter FSV Mainz 05 klopft laut hörbar an die Tür zur Fußball-Bundesliga und fühlt sich trotzdem als Lachnummer. "Über Mainz schüttelt Deutschland doch den Kopf", ärgert sich FSV-Präsident Harald Strutz. Trotz der riesigen Chance auf die Eliteliga rumort es im Umfeld, die Stadionpläne kommen nicht voran: "Ein Skandal, jetzt warten wir wieder vier Wochen auf ein neues Lärmgutachten. Wir schämen uns angesichts der Trainingsbedingungen auch vor den Eltern unserer Jugendlichen." Nürnbergs Startrekord im Visier Rein sportlich läuft es glänzend: Die Schützlinge von Jürgen Klopp benötigen nach dem 4:2-Erfolg am 10. Spieltag bei Waldhof Mannheim mit nun 25 Punkten noch einen Sieg, um den Startrekord des 1. FC Nürnberg aus dem Vorjahr mit 27 Zählern aus elf Partien zu übertrumpfen. "Wir sind geil auf Erfolg. Immer wieder - Woche für Woche", jubelte Trainer-Nobody Klopp. Pleite bei Mitfavorit MSV Duisburg Extreme Katerstimmung wegen schwacher Leistungen herrscht dagegen bei einem ursprünglich als Mitfavorit gestarteten Traditionsverein. Der MSV Duisburg wartet nach dem 1:1 gegen die SpVgg. Greuther Fürth als einziger Klub noch immer auf den ersten Sieg und ist Vorletzter. MSV-Coach Pierre Littbarski gerät immer mehr unter Druck und muss um seinen Arbeitsplatz fürchten. Stadion-Probleme: Zieht der Verein nach Wiesbaden? Kein Missverständnis ist das Engagement des Ex-Profis Klopp in Mainz. Manager Christian Heidel hat durch den Höhenflug andere Sorgen: "Im Falle eines Aufstieges würden wir durch das Stadion viel Geld verlieren." Ein negatives Gutachten verhindert den dringend notwendigen Ausbau des Geländes am Bruchweg mit seinen provisorischen Stahlrohrtribünen. Insgesamt seit fünf Jahren warten die Vereins-Bosse vergeblich auf "Grünes Licht" von den Stadtvätern. Gemunkelt wurde sogar schon über einen Umzug des Vereins nach Wiesbaden. Trotz der nach Mannheim mitgereisten rund 2.500 Anhänger ist auch die Zuschaueresonanz wenig reif für die Eliteliga. "Es müsste eine emotionale Explosion statffinden", hofft Strutz. Gegen Schweinfurt am Freitag, wenn die langjährige "Graue Maus" mit dem Startrekord ein wenig Zweitliga-Geschichte schreiben will, werden immerhin über 10.000 Zuschauer erwartet. Konkurrenz büßt wichtige Zähler ein Angesichts der stolpernden Konkurrenz dürften sich die Mainzer den Bauch vor Lachen kaum halten können. Hannover 96 als schärfster Rivale büßte beim 2:2 (2:2) in Reutlingen wichtige Zähler ein. Kurios: Alle vier Treffer fielen innerhalb von nur elf Minuten bis zur 40. Minute, obendrein parierte Hannovers Keeper Jörg Sievers in der 43. Minute einen Foulelfmeter. Auch der VfL Bochum büßte wertvollen Boden ein, schaffte in Schweinfurt nach einem 0:3-Rückstand aber immerhin noch ein 3:3. Der SpVgg. Unterhaching gelang in Saarbrücken (0:0) ebenfalls nur ein Remis. Auch der dritte Erstliga-Absteiger, Eintracht Frankfurt, holte gegen Alemannia Aachen (2:2) lediglich einen Punkt. Der Tabellendritte Arminia Bielefeld tritt erst am Montag (20.15 Uhr) gegen Union Berlin an. Mitbewerber Ahlen meldet sich zurück Im Kreis der Mitbewerber meldete sich LR Ahlen mit einem 4:1 gegen den Karlsruher SC zurück. Rot-Weiß Oberhausen, vor der Saison als Mitfavorit gehandelt, konnte mit einem 2:0 beim Neulinge SV Babelsberg den ersten Saisonsieg feiern. Für die furios gestarteten Gäste war es dagegen die fünfte Pleite in Serie. Torsten Teichert, sid |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||
Zuletzt geändert am 21. Oktober 2001 18:43 von to