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Energiekonzern RWE präsentiert Rekordergebnis - "Ökosteuer aussetzen"

Strom wird im nächsten Jahr teurer

Essen - Der Essener Energiekonzern RWE wird vermutlich die Strompreise für Privatkunden zum Jahreswechsel anheben. "Eine Erhöhung wird auf jeden Fall kommen, allein schon wegen der höheren Stromsteuer", sagte RWE-Vorstand Manfred Remmel in Essen bei der Vorlage der Jahresbilanz für das Geschäftsjahr 2000/01 (30.6.).

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Kann zufrieden sein: RWE-Boss Dietmar Kuhnt.

Ob darüber hinaus eine weitere Erhöhung etwa wegen gestiegener Brennstoffpreise anstehe, werde derzeit geprüft. Zum Jahreswechsel steigt der Preis für die Kilowattstunde im Zuge der Öko-Steuerreform um 0,5 Pfennig. RWE ist der größte Stromkonzern Deutschlands. Er beliefert nach eigenen Angaben rund 22 Prozent aller Endverbraucher.

"Aussetzung wäre positives Signal"

Vorstandschef Dietmar Kuhnt forderte eine Aussetzung der kommenden Stufen der Ökosteuer bereits zum Jahresende. Die in den vergangenen Jahren durch die Marktöffnung bei Strom und Gas erreichten Entlastungen von 7,5 Milliarden Euro (14,7 Mrd DM) seien mit umweltpolitischer Begründung zu mehr als 80 Prozent wieder abgeschöpft worden. Eine Aussetzung wäre angesichts der derzeitigen unsicheren Weltwirtschaftslage ein positives Signal für das Vertrauen in die Zukunft, sagte Kuhnt.

1,3 Milliarden Euro Überschuss

Das vergangene Geschäftsjahr schloss der Essener Konzern mit einem unerwartet hohen Betriebsergebnis von knapp vier Milliarden Euro (7,8 Mrd DM) ab. Wie Kuhnt sagte, bedeute dies ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 41 Prozent. Vor allem die erstmalige Einbeziehung der Ergebnisse von VEW und Thames Water in die Bilanz sowie ein Rekordergebnis bei Mineralöl und Chemie hätten dazu beigetragen. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 1,3 Milliarden Euro (plus 4,3 Prozent).

Insgesamt 170.000 Beschäftigte

Bereinigt um die Zukäufe lag das Ergebnis rund sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Der Umsatz kletterte um 31 Prozent auf rund 63 Milliarden Euro. Für das laufende Rumpfgeschäftsjahr (bis 31.12.) erwartet RWE ein Betriebsergebnis, das über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum liegen soll. Ende 2001 stellt der Konzern sein Geschäftsjahr auf Kalenderjahr um. RWE beschäftigte Ende Juni konzernweit rund 170.000 Menschen. Aus Kostengründen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 4700 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut.

Kuhnt bekräftigte, dass sich RWE auf die Kerngeschäfte Strom, Wasser, Gas und Entsorgung konzentrieren werde. Ertragsstärkstes Feld sei die Sparte Wasser, dem "Öl des 20. Jahrhunderts". In dem Bereich seien durch die Übernahme des britischen Wasser-Marktführers Thames Water in siebeneinhalb Monaten bereits 14 Prozent des Ergebnisses erwirtschaftet worden. Die geplante Akquisition des größten US- Wasserversorgers American Water Works werde die Ertragsanteile am Konzernergebnis weiter erhöhen, sagte Kuhnt.

dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 26. September 2001 15:54 von sab

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