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Fr 14.09.2001

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Politbarometer: Regierung profitiert von politischer Stimmungslage

Deutsche wollen Vergeltung - ohne Bundeswehr

Mainz - Nach den Terroranschlägen in den USA hält die Mehrheit der Bundesbürger militärische Vergeltung gegen die Schuldigen für gerechtfertigt. Eine Beteiligung der Bundeswehr wird allerdings zumeist abgelehnt, wie das ZDF-Politbarometer für September ergeben hat. Demnach halten 57 Prozent der 1.031 Befragten Vergeltungsschläge für richtig, 35 Prozent sind dagegen. Doch ebenfalls 57 Prozent wollen die Bundeswehr außen vor lassen, nur 37 Prozent wollen das nicht.

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Wird für sein Krisenmanagement gelobt: Bundeskanzler Schröder.

65 Prozent der von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen Befragten sind davon überzeugt, dass es infolge der Terroranschläge zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen wird, nur 32 Prozent glauben das nicht. Gespalten war die Reaktion auf die Frage, ob ähnliche Attacken auch in Deutschland zu befürchten seien. 50 Prozent sehen diese Gefahr, 48 Prozent sehen sie nicht.

SPD legt kräftig zu

Die Terroranschläge wirkten sich auch auf die politische Stimmung im Lande aus. So konnte sich die SPD in den spontanen Reaktionen gegenüber August von 38 auf 43 Prozent verbessern. CDU/CSU bleiben unverändert bei 39 Prozent. Die kleinen Parteien verlieren durchgehend: Die Grünen fallen von acht auf sechs Prozent, die FDP von sieben auf sechs Prozent, die PDS von fünf auf drei Prozent.

Derzeit keine Mehrheit für Rot-Grün oder Schwarz-Gelb

Bei Berücksichtigung längerfristiger Wählerbindungen nimmt der Einfluss der Anschläge allerdings wieder ab. Hier verbessert sich die SPD von 39 auf 40 Prozent, die Union von 37 auf 38 Prozent. Grüne und FDP verlieren je einen Prozentpunkt und kommen nunmehr auf fünf beziehungsweise sieben Prozent, währen die PDS unverändert fünf Prozent erhält. Damit gibt es weiterhin weder für Rot-Grün noch für Rot-Gelb oder Schwarz-Gelb eine parlamentarische Mehrheit.

AP - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 14. September 2001 15:57 von sab

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