IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Fr 14.09.2001

 Nachrichten

   vom 14.09.01

Bush hat freie Hand
für Militärschlag

Fotos: Terror, Trümmer, Trauer
Umfrage: Deutsche
für Vergeltung

München: Keine Absage der "Wiesn"
Dorfwettbewerb: Gold an Winningen
Brenner: Eurocity rammt Güterwaggons
U-Boot "Kursk" zur Hebung vorbereitet
Türkin rettete Verwandte per Handy
Wetter: Kein Ende des Regens in Sicht
Karikatur
Foto des Tages


 Sport



 Magazin

 Internet

Wiersdorf und Winningen sind zwei der schönsten Dörfer in Deutschland

Ehrenamtliche Herausforderung für alle Bürger

Wiersdorf - Obschon die Nachricht vom Gold für Wiersdorf noch nicht in der Post war, konnte sie Briefträger und Bürgermeister Leo Hülpes brandaktuell überbringen: Das Eifelörtchen errang eine der bundesweit 19 Goldmedaillen beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". "Endlich: Nach Silber 1998 auf Bundesebene haben wir's geschafft", sagte der 46- Jährige. Gleich klemmten die Glücklichen ein Schild mit der Aufschrift "GOLD" an die Frontscheibe des alten Feuerwehr-Trabbi.

Anklicken zum Vergrößern
Idyllischer Ort an der Mosel: Winningen ist erneut als eines der schönsten Dörfer in Deutschland ausgezeichnet worden.

Der rote Zweitakter knatterte vorbei an den weit auseinanderliegenden Häusern der etwa 220 Einwohner in der Gemeinde. Im Nu war die Botschaft im Dorf rum. "Die Mühe hat sich gelohnt", meinte Landwirt Klaus Schares erleichtert. Seit dem zweiten Platz beim Bundeswettbewerb habe die Gemeinde richtig rangeklotzt. Das Rezept für die Schönheit hat viele Zutaten. Auf den saftigen Wiesen im Dorf weiden Kühe und tummeln sich Pferde. An den Häusern prangen Geranien, Rosenbüsche und Efeu. Kübel mit Blumen und Bäumen, Blumenkästen, Kürbisarrangements zieren die Wege.

"Wir haben alle mit angepackt"

Zu verdanken hat die Gemeinde die blühende Gartenlandschaft dem einheimischen Landschaftsarchitekten Ralf Meyeres, der im Gemeinderat sitzt. Für ihn sei die Dorfgestaltung immer eine große ehrenamtliche Herausforderung gewesen, lobte der Bürgermeister. "Wir haben alle mit angepackt, versiegelte Straßen und Wege stellenweise aufzubrechen, um dann Erde aufzufüllen und Blumen zu pflanzen", berichtete Hülpes. Deshalb und dank der Nähe zum Stausee Bitburg floriere der Tourismus im Ort. Eine Reitpension und Ferien auf dem Bauernhof mit Vier- Sterne-Unterkünften können die Wiersdorfer bieten. Hülpes, der das Bürgermeisteramt quasi von seinem Vater erbte, schwärmt vom regen Dorfleben mit Vereinen für Musik, Theater, Sport, Frauen und Senioren.

Zahlreiche Streuobstwiesen

Der Ort selbst hatte seinen Ursprung laut Dorfchronik im ersten Jahrhundert. Die katholische Kirche St. Markus stammt aus dem Jahr 1746, das älteste Gebäude von 1723. "Wir legen auch bei Neubauten Wert auf die typische alte Bauweise bei den Eifelhäusern: lang gezogene Fassaden und keine Dachüberstände. Und Ställe, wenn möglich, aus Holz", erklärte Schares. Neben dem Tourismus leben die Wiersdorfer von der Landwirtschaft und vom Schnapsbrennen - die Brände entstehen vom Obst der zahlreichen Streuobstwiesen. Zum Arbeiten fahren viele aber auch ins nahe Luxemburg und nach Bitburg.

Auch Winningen heimste Gold ein

Der Bundespreis wird im Januar in Berlin verliehen. "Wir werden zur Zeit wohl nicht so ausgelassenen feiern können", meinte Hülpes. Die Stimmung nach den Terror-Anschlägen in den USA sei auch bei den Wiersdorfern getrübt. Am Nachmittag jedenfalls nahmen der Bürgermeister, der Landschaftsarchitekt und Landwirt Schares vorerst einmal in Trier die Goldmedaille für den Landeswettbewerb entgegen. Gold hatte auch die Gemeinde Winningen (Kreis Mayen-Koblenz) gewonnen und heimste ebenfalls auf Bundesebene am Freitag Gold ein.

Von Ulf Mauder, dpa - Foto: dpa

Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web



Kondolenzliste







Zuletzt geändert am 14. September 2001 15:36 von sab

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum