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Sommer-Grand-Prix der Skispringer in Stams:

Martin Schmitt "vom Winde verweht"

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Martin Schmitt fiel in Stams Wind-Turbulenzen zum Opfer. "Das war ganz klar ein irregulärer Wettkampf", schimpfte Bundestrainer Reinhard Hess.

Stams/Leipzig - Martin Schmitt ist beim Sommer-Grand-Prix der Skispringer in Stams/Österreich "abgestürzt". Nach nur 74,5 m und 47,6 Punkten im ersten Durchgang verpasste der viermalige Weltmeister als 48. den Finaldurchgang der besten 30 deutlich. Dagegen feierte Sven Hannawald aus Hinterzarten als Achter sein Comeback in der Weltspitze.

Den Sieg beim letzten Springen vor der Asientour sicherte sich überraschend der Italiener Roberto Cecon mit 246,9 Punkten vor Martin Höllwarth (Österreich/245,9) und dem Slowenen Igor Medved (240,5). Im Gesamtklassement führt mit 238 Zählern weiter der polnische Weltcup-Gesamtsieger Adam Malysz, der in Stams mit 225,4 Punkten Neunter wurde. "Das war ganz klar ein irregulärer Wettkampf. Es gab ständig Wind-Turbulenzen, denen nicht nur Martin Schmitt zum Opfer gefallen ist, sondern die gesamte Weltspitze," schimpfte Bundestrainer Reinhard Hess nach dem Wettbewerb. "Diese Bedingungen sind für die Jahreszeit normal. Heute war es ganz krass. Wenn man einen ordentlichen Wettkampf haben will, muss man das Ganze in die Abendstunden verlagern."

Cecon flog Konkurrenz davon

Cecon, der für seinen ersten Sommer-Sieg 11.000 Mark kassierte, blieb von den "Wind-Turbulenzen" verschont und flog der Konkurrenz mit zwei Sprüngen von 106,5 und 111,5 m davon. Der nach dem ersten Sprung noch viertplatzierte Höllwarth erzielte im zweiten Durchgang die Tagesbestweite von 116 m und verbesserte sich damit auf den Silberrang.

Skiflug-Weltmeister Sven Hannawald feierte mit Sprüngen von 105 und 103,5 m und insgesamt 225,8 Punkten als Achter sein bestes Resultat in der noch jungen Saison und war damit bester Deutscher. Neben Hannawald und Christof Duffner (Schönwald), der als Zwölfter seinen Aufwärtstrend bestätigte, erreichte nur Alexander Herr (Rohrhardsberg/30.) den zweiten Durchgang. Dagegen mussten neben Schmitt, der laut Bundestrainer Hess auf die Springen in Japan verzichten wird, auch die Team-Weltmeister Hansjörg Jäkle (Schonach/34.) und Michael Uhrmann (Rastbüchl/47.) sowie Georg Späth (Oberstdorf/49.) schon nach dem ersten Durchgang die Segel streichen. Weitere Stationen des Sommer-Grand-Prix sind Anfang September Sapporo und Hakuba in Japan.

sid - Archivfoto: dpa

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Zuletzt geändert am 18. August 2001 21:24 von aj

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