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Sa 18.08.2001

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BVB und Lautern gleichauf Spitze
Bundesliga-Fotoshow: Der 4. Spieltag in Bildern
Trainer-Stimmen zum 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Schalke: Letzter Schuss verdarb königsblaue Premieren-Party
Bayern: Sforza feiert "optimales Comeback"
Kaiserslautern: "Kurzarbeit" reicht Pfälzern zum Erfolg

Schalke 04 - Bayer Leverkusen 3:3 (2:0)

Letzter Schuss verdarb Premieren-Party

Gelsenkirchen - Die Bundesliga-Premiere im neuen königsblauen "Fußball-Festspielhaus" geriet zum Thriller ohne Happyend: Der letzte Schuss riss die Fans von Pokalsieger Schalke 04 beim 3:3 (2:0) gegen Bayer Leverkusen aus ihrer Partylaune. 60. 204 Zuschauer feierten beim ersten Kick in der 367 Millionen Mark teuren Arena AufSchalke schon den ersten Sieg und die ersten Tore, da schlug "Stimmungstöter" Bernd Schneider zu.

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Mit seinem Freistoßtreffer in der Nachspielzeit verhinderte der Kunstschütze den ersten Dreier des "Meisters der Herzen" in der neuen Saison. Gleichzeitig bewahrte der Ex-Frankfurter den Champions-League-Anwärter vom Rhein vor der ersten Saisonniederlage. "Alles war super - bis auf das Ergebnis", resümierte Arena-Hausherr Rudi Assauer nach der grandiosen Premierenparty. In der Tat: Die Zuschauer erlebten ein Klassespiel, sechs Tore, rassige Zweikämpfe, eine mitreißende Dramaturgie und vor allem eine bisher ungekannte Atmosphäre. "So etwas habe ich noch nie erlebt - nirgendwo auf der Welt", schwärmte Welt- und Europameister Andreas Möller. "Das ist so laut, da versteht man kein Wort mehr", stellte Bayer-Trainer Klaus Toppmöller fest.

"Es ist eine unheimliche Lautstärke"

Der unglaublich hohe Lärmpegel in der High-Tech-Arena beeindruckte auch den routinierten Unparteiischen Alfons Berg aus Konz. "Es ist eine unheimliche Lautstärke, der Druck auf den Schiedsrichter ist größer als in jedem anderen Stadion. Man muss sich noch mehr konzentrieren und kann nicht eine Minute abschalten. Für einen jungen Schiedsrichter kann das schon schwierig werden", meinte der Referee.

Selbst Assauer tat Berg, der mit verschiedenen fragwürdigen Entscheidungen nicht souverän wirkte, leid: "Der war bestimmt froh, als die 90 Minuten vorbei waren." Von der hitzigen Atmosphäre hatte sich auch der Schalker Manager anstecken lassen: Nach einer Rangelei zwischen Leverkusens Brasilianer Lucio und Nationalspieler Jörg Böhme stürmte "Assi" auf den Platz, "um zu schlichten. Ich wollte keinen verhauen." Berg verbannte den 57-Jährigen von der Trainerbank auf die Tribüne.

Schiris brauchen "Grundausbildung mit Gefechtslärm"

Für künftige Schiris auf Schalke hatte Bayer-Manager Reiner Calmund einen besonderen Tipp parat: "Die brauchen eine Grundausbildung mit Gefechtslärm, wie ich sie früher in der Bundeswehr selbst mitgemacht habe." Bei allem Gefechtslärm wurde auch Fußball gespielt - und wie. Angetrieben von der ohrenbetäubenden Kulisse, knüpften die Königsblauen fast eine Halbzeit lang an die Leistungen der vergangenen Saison an, führten durch Tore von Tomasz Hajto (9.) und Böhme (40.), der einen umstrittenen Foulelfmeter verwandelte, 2:0 und sahen schon wie der sichere Sieger aus. Die Entscheidung verpasste Emile Mpenza Sekunden nach der Pause bei einem Alleingang. "Wenn der drin gewesen wäre, wären wir weg gewesen", meinte Assauer und fügte hinzu: "Wir haben endlich den Turbo angeworfen, aber wohl etwas überdreht."

Denn nun kam Leverkusen immer besser auf Touren, angekurbelt vom überragenden Türken Yildiray Bastürk, und glich durch Treffer von Michael Ballack (58.) und Ulf Kirsten (73.) aus. "Da waren wir ganz nah an drei Punkten", urteilte Toppmöller. Doch Schalke schlug durch ein wunderbares Kopfballtor von Mpenza (80.) zurück und löste bei den Fans ausgelassene Partystimmung aus. Bis Schneider zum Spielverderber wurde.

sid - Foto: AP

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Zuletzt geändert am 18. August 2001 20:48 von aj

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