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Fr 17.08.2001
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21. Universiade in Peking - 92 deutsche Studenten-SportlerMit "kritischem Blick" nach China
Spitzenfechter Daniel Strigel beschleicht ein "ungutes Gefühl", Weltklasseschwimmerin Meike Freitag hofft auf "Druck von außen", und Generalsekretär Henning Schreiber vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsport-Verbandes (ADH) sieht "eine Menge Redebedarf". Mit gemischten Gefühlen flogen 92 deutsche Studenten am Freitag nach Peking ab, wo am kommenden Mittwoch die 21. Universiade beginnt (22. August bis 1. September). Fünf Wochen nach der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2008 drückt die von Menschenrechtlern heftig kritisierte Situation in China auf die ansonsten unbefangene Stimmung der Crew. Ein ungutes Gefühl und viel Redebedarf "Das bewegt mich. Mir gefällt es gar nicht, dass die Spiele an Peking vergeben wurden. Ich fahre auch jetzt mit eher ungutem Gefühl nach China", bekennt der Degen-Olympiafünfte Strigel. Doch ein Boykott der Studenten-Weltspiele war beim ADH zu keiner Zeit ein Thema. "Das ist kein probates Mittel, um einen Konflikt zu lösen", sagt Vorstandsmitglied Britt Dahmen. "Aber wir werden gewiss einen kritischen Blick haben." Arbeitskreise oder akademische Teestunden mit politischem Inhalt stehen in den Universiade-Tagen zwar offiziell nicht auf dem (Lehr-)Plan, aber auch ADH-Generalsekretär Schreiber geht davon aus, "dass das Thema Menschenrechte in Gesprächen eine Rolle spielen wird". Zumindest will sich die insgesamt 145-köpfige deutsche Delegation nicht nur dem Kampf um Sekunden, Zentimeter und Punkten stellen. Brücke schlagen zwischen Junioren-Bereich und Weltspitze Die sportlichen Bewertungskriterien unterscheiden sich sowieso bei einer Universiade wesentlich von anderen Großveranstaltungen. "Nicht allein die Medaillen zählen, es soll die Brücke zwischen dem Junioren-Bereich und der Weltspitze geschlagen werden", meint Schreiber. Der Dialog untereinander und die Beziehungen zueinander stehen hoch im Kurs. Eine Atmosphäre, die viele Athleten besonders beflügelt. Daniel Strigel: "Man hat als Sportler im Gegensatz zu Olympia nicht das Gefühl, das unwichtigste Rad am Wagen zu sein. Zudem ist der ganz große Druck nicht da." Bei der letzten Universiade 1999 in Mallorca gewannen die deutschen Studenten zweimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze. Die größten Medaillenhoffnungen tragen diesmal Fechter, Schwimmer, Leichtathleten und Wasserspringer, auch Judoka und Tennisspieler rechnen sich Chancen aus. Rekord: über 6.000 Sportler aus 160 Ländern Für China steht weit mehr auf dem Spiel als das Abschneiden seiner 390 Aktiven. Über 6.000 Sportler aus 160 Ländern, beides Rekord, haben für die Universiade der Superlative gemeldet. Allein 96 Millionen Mark investierte Peking bereits im Vorgriff auf Olympia 2008 in die Errichtung des neuen Athletendorfes. 52 Trainings- und Wettkampfstätten wurden renoviert. Mehrere zehntausend Fremdsprachenstudenten sollen als freiwillige Helfer engagiert sein - dem "Redebedarf" der Gäste kann also Genüge getan werden. sid ul dh vor der Universiade der Superlative. Ulrike Lange, sid |
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Zuletzt geändert am 17. August 2001 15:13 von to |
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