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Tennis in Cincinnati: Turnier-Sieger Kuerten Nummer 1

Rafter hatte gegen "Guga" keine Chance

Cincinnati - Der Brasilianer Gustavo Kuerten hat zwei Wochen vor den US Open den Amerikaner Andre Agassi vom Tennis- Thron gestürzt.

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Er ist nicht zu stoppen: Gustavo Kuerten

Vor dem letzten Grand-Slam-Turnier der Saison vom 27. August bis 9. September in New York unterstrich Kuerten auf dem Hartplatz von Cincinnati mit einem 6:1, 6:3-Finalsieg über den Australier Patrick Rafter erneut, dass er nicht nur auf Sand zu Großtaten fähig ist. "Die Nummer 1 motiviert mich zusätzlich. Sie ist ein Spiegelbild für die Leistung der Saison. Ich hoffe, dass ich den Platz an der Spitze bis zum Ende behalten kann", sagte der 24-jährige French-Open-Gewinner.

Selbst der Regen konnte den Brasilianer auf dem Weg zurück an die Spitze des Champions-Race nicht stoppen. Durch die Erstrunden- Niederlage von Graf-Freund Agassi bei dem mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Turnier stand Haas-Bezwinger "Guga" bereits durch den Einzug ins Halbfinale als neue Nummer 1 der Tennis-Welt fest.

Kuerten holte sich den sechsten Titel des Jahres

Aber das reichte ihm nicht. Während Rafter am Samstag vor dem Gewittersturm durch einen souveränen Zwei-Satz-Sieg über seinen Landsmann Lleyton Hewitt das Finale erreichte, musste Kuerten in der zweiten Vorschlussrunden-Begegnung nach 2:21 Stunden beim Stand von 6:2, 1:5 gegen den Briten Tim Henman in die Warteschleife. In der Verlängerung zog er am Sonntag mit 6:2, 1:6, 7:6 (7:4) und seinem 50. Saisonsieg in das Finale ein. Kuerten war so gut drauf, dass er sich danach auch den sechsten Titel des Jahres holte. Endspiel-Gegner Rafter hatte nicht die Spur einer Chance. 6:1, 6:3 - nach einer Stunde Spielzeit hatte Kuerten seine Arbeit getan.

Rafter stand zum dritten Mal innerhalb von fünf Wochen in einem Finale eines großen Turniers - und musste sich zum dritten Mal geschlagen geben. In Wimbledon war er Goran Ivanisevic unterlegen, in Montreal vor einer Woche Andrei Pavel, jetzt Kuerten. "Meine Gegner frozzeln schon, dass ich nach sechs Wochen Wettkampfstress in New York völlig kaputt bin. Aber ich will das durchziehen, weil ich nicht weiß, ob ich jemals wieder einen so guten Lauf habe", sagte der 28- Jährige vor dem Endspiel. Aber auf den Sieg hatte er nie eine Chance. "Auf jeden Fall" will er auf die Australian Open 2002 verzichten und sich stattdessen mit einem mehrmonatigen Trip durch Australien einen lang gehegten Traum erfüllen.

dpa

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Zuletzt geändert am 13. August 2001 14:04 von tea

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