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"Goldener" Tag für deutsche Athleten
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Zu wenige Dopingkontrollen bei 400-Meter-Silbermedaillen-Gewinner

Ingo Schultz droht Streichung der WM-Prämie

Edmonton - Schnell gewesen, dumm gelaufen: 400-m-Läufer Ingo Schultz muss seine Weltmeisterschafts-Prämien möglicherweise in den Wind schreiben. Der Vize-Weltmeister kann in seinem Dopingkontrollpass nicht die vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) vorschriebenen zwei Trainingskontrollen in den letzten zwölf Monaten nachweisen. "Wahrscheinlich bekomme ich das Geld nicht, weil ich in diesem Jahr nur eine Trainingskontrolle hatte", sagte Schultz.

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Ingo Schultz bleibt vermutlich nur die Medaille - die 30.000 Dollar Prämie kann er dagegen wohl abschreiben.

Nicht bestätigt hat sich dieses Problem dagegen bei Hochsprung- Weltmeister Martin Buß. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) korrigierte Angaben von Rüdiger Nickel. Der Vorsitzende des Bundesausschusses Leistungssport im DLV hatte in Edmonton erklärt, dass bei Buß im vorgegebenen Zeitraum überhaupt kein unangemeldeter Test vorgenommen worden sei. Die Darmstädter DLV- Zentrale stellte dagegen fest, die Daten der Anti-Doping-Kommissionen von Deutschem Sportbund (DSB) und DLV sagten eindeutig aus, dass Buss zwischen Januar und August 2001 sechs Mal unangemeldet im Training kontrolliert worden sei.

"Opfer der Lücken im Kontrollsystem"

"Es tut mir Leid für Schultz. Er ist möglicherweise ein Opfer der Lücken im deutschen Kontrollsystem", sagte Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Dem Läufer würden 30.000 Dollar (67.000 Mark/34.000 Euro) entgehen.

DLV-Präsident gibt Hoffnung nicht auf

Prokop hat dennoch große Hoffnung, dass die Gelder ausbezahlt werden. IAAF-Generalsekretär Istvan Gyulai habe ihm versichert, dass bei der Entscheidung, ob die Gelder ausgeschüttet werden, auch andere Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen die Wettkampfkontrollen und die Frage, ob der betroffene Sportler das Fehlen unangemeldeter Tests mit verschuldet habe.

Schultz war von seinem Trainer Jürgen Krempin auf den Missstand aufmerksam gemacht worden. "Ich bin sauber", betonte der deutsche Vizemeister. "Ich habe ja keinen Einfluss auf die Kontrollen, ich kann die Kontrolleure ja nicht bestellen." Der Senkrechtstarter hatte nach der neuen DLV-Mitteilung eine Trainingskontrolle im Januar 2001, der letzte Test außerhalb des Wettkampfes davor datiert vom Juni 2000.

Von Ulrike John und Andreas Schirmer, dpa - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 9. August 2001 15:52 von sab

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