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Di 07.08.2001
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| Überglücklich: Ingo Schultz gewann die Silbermedaille über 400 Meter. |
"Das ist unglaublich. Bis ich das verarbeitet habe, wird es einige Zeit dauern", freute sich Schultz über seinen Coup. 14 Jahre nach dem WM-Sieg von Thomas Schönlebe hat Deutschland wieder einen 400-m-Läufer von internationalem Format. In 44,87 Sekunden musste sich Schultz nur Avard Moncur (Bahamas) geschlagen geben, der sich in 44,64 zum Nachfolger von Rekord-Weltmeister Michael Johnson (USA) kürte. "Ich habe gestern das erste Mal von Ingo gehört", zeigte sich der Sieger vom Raketen-Aufstieg des 26-Jährigen Deutschen beeindruckt. Im Halbfinale hatte sich Schultz in 44,66 Sekunden an die dritte Stelle der ewigen deutschen Bestenliste gesetzt.
Eine Sensation gab es im Sprint-Finale der Frauen. In der Jahresweltbestzeit von 10,82 Sekunden zeigte Shanna Pintusewitsch der Top-Favoritin Marion Jones die Hacken und jubelte danach: "Ich kenne das Gefühl als Weltmeisterin ja schon von den 200 m vor vier Jahren. Aber über 100 m - das ist unvorstellbar. Ich kann es gar nicht fassen, dass ich das geschafft habe." Schon im Halbfinale hatte die Ukrainerin die dreimalige Olympiasiegerin knapp hinter sich gelassen. "Da habe ich das erste Mal daran geglaubt, dass es klappen könnte."
Jones eine faire Verliererin
Marion Jones erwies sich als faire Verliererin. "Shanna war heute einfach besser. Glückwunsch", meinte sie. Vor vier Jahren in Athen hatte Pintusewitsch schon einmal gejubelt. Damals sah das Zielfoto jedoch Jones vorn, die mit dem ersten Titelgewinn ihren Triumphzug durch die Stadien in der ganzen Welt startete. Die Amerikanerin muss nun ihre Chance über 200 m suchen. Ob sie die Staffel läuft "entscheiden die Trainer", deutete sie Spannungen im amerikanischen Team an.
Grit Breuer ist im Finale
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| Grit Breuer geht als Medaillenanwärterin in den Endlauf. |
Am Dienstag darf der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auf weiteres Edelmetall hoffen. Nach ihrem souveränen Auftritt im Halbfinale geht Grit Breuer zumindest als Medaillenanwärterin in den Endlauf. "Ein bisschen Luft ist noch", meinte die 29-jährige Magdeburgerin nach ihrem Sieg in 50,32 Sekunden und kündigte für das Finale an: "Ich werde kämpfen bis zum letzten Meter."
Ein hochklassiges Duell lieferten sich Dragila und Swetlana Feofanowa (Russland) im Stabhochsprung. Die Amerikanerin behielt am Ende nur auf Grund der weniger benötigten Sprünge die Oberhand. Feofanowa konnte sich mit dem Europarekord von 4,75 m und immerhin noch 30 000 Dollar trösten. Yvonne Buschbaum (Stuttgart) wurde mit 4,45 m Siebte, WM-Debütantin Carolin Hingst (Donau/Ries) landete mit 4,25 auf Platz zehn. Ebenfalls nicht in den Medaillenkampf eingreifen konnte Speerwerferin Steffi Nerius. Die Leverkusenerin wurde mit 62,08 m Fünfte.
Sir Jonathan Edwards holt den WM-Titel im Dreisprung
Im Dreisprung feierte Sir Jonathan Edwards mit der Jahresweltbestleistung von 17,92 m seinen zweiten WM-Titel nach 1995. Charles Friedek (Leverkusen) hatte seinen Titel wegen einer Verletzung nicht verteidigen können. Zur Halbzeit des Zehnkampfs liegt überraschend der Brite Dean Macey mit 4638 Punkten in Führung. Einen Zähler dahinter folgt Titelverteidiger Tomas Dvorak (Tschechien). Sebastian Knabe (Halle/Saale) ist Achter, Stefan Schmid (Karlstadt) Elfter. Ralf Aßmus (Großengottern) erreichte das Finale über 3000 m Hindernis, Kirsten Münchow (Frankfurt/Main) den Endkampf im Hammerwerfen.
Eric Dobias, dpa
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH |
Zuletzt geändert am 7. August 2001 08:48 von tea