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Di 07.08.2001
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Leichtathletik-WM in Edmonton: Konkurrenz geschockt:Riedel mit Qualifikationsrekord ins Finale
Edmonton - Lars Riedel hat mit einem Knalleffekt gleich im ersten Versuch der Diskus-Qualifikation von Edmonton die Ambitionen auf seinen insgesamt fünften WM-Titel untermauert. Der 34 Jahre alte Olympiazweite von Sydney schleuderte die Scheibe auf den Qualifikationsrekord und die deutsche Jahresbestweite von 68,26 Meter. So weit hatte seit Einführung der Weltmeisterschaften im Jahr 1983 noch kein Athlet in der Ausscheidung geworfen. Die Konkurrenz war geschockt, Litauens Olympiasieger Virgilius Alekna kam nicht über 65,22 m. Riedel dagegen verließ bereits nach dem ersten Durchgang mit breitem Grinsen den Stadion-Innenraum: "Ich fühle mich riesig. Das gibt Hoffnung für das Finale", sagte der Chemnitzer, der alle Konkurrenten um Längen übertraf. Auch Michael Möllenbeck im Finale Auch der deutsche Vizemeister Michael Möllenbeck aus Wattenscheid (62,54 m) erreichte das Finale in der Nacht zum Donnerstag. Zehn Jahre nach seinem Gold-Wurf von Tokio kann Lars Riedel die Hand voll WM-Titel komplettieren. "Die Chance ist da", sagt der Olympiasieger von Atlanta 1996, der nach der WM 1991 in Japan auch in Stuttgart (1993), Göteborg (1995) und Athen (1997) siegte. 1999 in Sevilla nahm der 2,00-m-Mann eine "bronzene" Titel-Auszeit, letztes Jahr bei Olympia holte er Silber hinter Alekna. Riedel: "Ich bin gesund und in Topform "
In Kanada wirkt Riedel so locker wie selten zuvor: "Ich bin gesund und in Topform. Die anderen haben sich im Vorfeld der WM verbuddelt, so dass ich nicht weiß, was sie drauf haben." Mit den "anderen" meint er vor allem Alekna, der bereits am 30. März in Stellenbosch mit 70,99 Meter die Weltjahresbestmarke setzte, sowie der Südafrikaner Frantz Kruger, seit dem gleichen Datum mit 69,96 m Nummer zwei der Weltrangliste. Danach stürzten Alekna und Kruger vorübergehend auf 63-Meter-Niveau ab, Riedel hingegen steigerte sich bei den deutschen Meisterschaften auf 67,28 m. Die Qualifikation in Edmonton scheint nun zu bestätigen, dass nur der Deutsche Fortschritte gemacht hat - nicht zuletzt beim abschließenden Trainingslager in Albufeira. "Ich glaube nicht, dass Alekna geblufft hat", so Riedel. Allerdings wirkte Kruger bei seinem 64, 79-m-Wurf souverän. Dem neuerlichen Goldwurf, mit dem Riedel zum zweiterfolgreichsten WM-Athleten aller Zeiten nach Stabhochspringer Sergej Bubka (sechs Titel) aufsteigen würde, steht offenbar nicht mehr viel im Weg. "Mich irritieren nur noch die großen Weiten der Konkurrenz zu dem frühen Saison-Zeitpunkt", sagt Riedels Trainer Karlheinz Steinmetz, der anstelle des neuen Bundestrainers Jürgen Schult mit nach Kanada durfte. Berthold Mertes, sid |
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Zuletzt geändert am 7. August 2001 09:30 von tea |
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