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US-Forscher arbeiten am Klonen von Hunden und Katzen

"Keine Auferstehung, sondern eine Reproduktion"

New York - "Missy" hat eine eigene Website, auf der sie freundlich mit dem Schwanz wedelt. Und sie beschäftigt ein ganzes Team von Wissenschaftlern, die dafür sorgen sollen, dass die 14-jährige Mischlingshündin nach ihrem Tod weiterlebt - oder jedenfalls ein Klon von ihr. Dafür haben die wohlhabenden Halter von "Missy", die anonym bleiben möchten, der Universität Texas A&M 3,7 Millionen Dollar (8,3 Millionen Mark/4,3 Millionen Euro) gespendet. Seit drei Jahren arbeiten die Forscher am Missyplicity-Projekt.

Doch nicht nur Hunde sollen geklont werden: Das Unternehmen Genetic Savings & Clone, an dem auch Wissenschaftler des Missyplicity-Projekts beteiligt sind, hat auch Zellen von Katzen, Pferden, Ziegen, Rindern, Löwen und weiteren Tieren eingefroren. Auch die Firma Advanced Cell Technology (ACT) im US-Staat Massachusetts lagert Zellen in Flüssigstickstoff, darunter solche von Tieren gefährdeter Arten wie Gazellen und Antilopen. Auftraggeber sind Haustierhalter, Zoos und Naturparks.

Hauskatzen dienen als Modell

Eine Abteilung von ACT konzentriert sich auf Hauskatzen, die als Klonmodell für gefährdete Großkatzen wie den Sibirischen Tiger dienen sollen. Bislang wurden aber noch keine geklonten Katzen geboren. ACT war auch am Klonen eines Gaurs beteiligt, einer Wildochsenart. Das Tier wurde im Januar geboren, starb aber nach zwei Tagen an Ruhr. Nach Angaben beteiligter Wissenschaftler ist nicht geklärt, ob die bakterielle Infektion mit dem Klonen zu tun hatte.

"Klonen von Hunden ist schwieriger"

Das Klonen von Hunden sei schwierig, heißt es, denn sie werden nur ein oder zwei Mal im Jahr läufig, anders als etwa Rinder. Dadurch seien Eizellen schwieriger erhältlich. Bei Katzen sei es einfacher, doch haben die Forscher bei ACT noch nicht herausgefunden, wie viele geklonte Embryos einem Muttertier eingepflanzt werden müssen, um eine Schwangerschaft auszulösen.

Kosten liegen im sechsstelligen Bereich

Chuck Long vom Vorstand von Genetic Savings & Clone schätzt, dass es in ein bis zwei Jahren möglich sein wird, Katzen und Hunde zu klonen - Katzen vermutlich zuerst. Das Klonen von Hunden werde zunächst sehr teuer sein, Long spricht von Summen im sechsstelligen Bereich. Doch müssten die Kosten auf 25.000 Dollar (56.000 Mark/29.000 Euro) oder darunter sinken, bevor ein echter Markt entstehe. Philip Damiani, Forscher bei ACT, schätzt die Kosten für die ersten geklonten Katzen auf 5.000 bis 10.000 Dollar, später könnten sie auf etwa 1.000 Dollar (2.250 Mark/1.150 Euro) sinken.

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Zuletzt geändert am 27. Juli 2001 16:06 von sab

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