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Do 26.07.2001
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Bundesregierung dürfte Arbeitslosenziel verfehlenIfo: Kaum Entlastung auf dem ArbeitsmarktDresden - Die Konjunkturflaute wird dem Arbeitsmarkt nach Einschätzung des Ifo-Instituts einen kräftigen Dämpfer versetzen. Im traditionell schwachen Monat Februar rechnen die Experten im kommenden Jahr mit einem Anstieg auf rund 4,2 Millionen Arbeitslose, wie der Leiter der Ifo-Konjunkturabteilung, Willi Leibfritz, am Donnerstag in Dresden sagte. In diesem Februar waren es 4,11 Millionen. Das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Erwerbslosen bis zum Herbst 2002 unter die Marke von 3,5 Millionen zu senken, werde so nicht erreicht.
Für dieses Jahr sei von durchschnittlich rund 3,8 Millionen Arbeitslosen auszugehen und für den Herbst 2002 von etwa 3,7 Millionen. Leibfritz sagte bei der Vorstellung der Konjunkturprognose 2001/2002, das Ende der gegenwärtigen Talsohle in der deutschen Wirtschaft sollte zum Ende dieses Jahres erreicht sein. Die Konjunktur werde sich stabilisieren. Auf keinen Fall sei von einer Rezession auszugehen, sagte Leibfritz. Die Wirtschaftsforscher rechnen für das Jahr 2002 mit einem Wachstum von 2,2 Prozent, während sie für dieses Jahr lediglich eine Marke von 1,2 Prozent anvisieren. Als Gründe für die erwartete Belebung nannte Leibfritz ein Anziehen der Binnennachfrage, die durch den Preisschock im Energie- und Nahrungsmittelbereich in diesem Jahr zurückgegangen sei. Die Preisentwicklung werde in diesen beiden Sektoren zurückgehen. Das führe zu einer Erhöhung der Kaufkraft. Preisschock im Energie- und Nahrungsmittelbereich Auch die momentane Baisse der Weltwirtschaft werde sich nicht weiter fortsetzen und so zu einem Aufschwung auch der deutschen Wirtschaft beitragen. Der Konjunkturexperte verwies darauf, dass die amerikanische Notenbank seit Beginn dieses Jahres den Leitzins in sechs Schritten auf 3,75 Prozent gesenkt habe. Es sei zu erwarten, dass sie die Zinsen noch weiter zurückführen werde, um den Abwärtstrend der Konjunktur in den Vereinigten Staaten zu stoppen. Rückblickend stellte Leibfritz fest, dass der Preisschock im Energie- und Nahrungsmittelbereich die Flaute in der deutschen Wirtschaft mitausgelöst habe. Der starke Verbraucherpreisanstieg habe die private Nachfrage so stark gedämpft, dass die zu Beginn des Jahres 2001 in Kraft getretene Steuerreform und die damit verbundene Senkung von Abgaben nicht zum Tragen gekommen sei. Hinzu sei ein Abkühlen der Weltwirtschaft gekommen. AP - Grafik: Reuters |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH
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Zuletzt geändert am 26. Juli 2001 14:36 von aj |
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