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Forscher überdenken Erd-Entstehung neu
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Fehler beim Zerfall radioaktiver Isotope entdeckt:

Forscher überdenken Erd-Entstehung neu

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Münster - Die Entstehungsgeschichte der Erde muss nach Forschungen dreier Geologen aus Münster möglicherweise zum Teil neu geschrieben werden.

In neunmonatiger Arbeit sei es gelungen, einen Fehler bei der Berechnung des Zerfalls radioaktiver Isotope zu entdecken, mit der das Alter von Steinen bestimmt werde, sagte der Münsteraner Forscher Klaus Mezger am Donnerstag. Somit könnte es schon viel früher als bisher angenommen Festland und damit auch Leben auf der Erdoberfläche gegeben haben. Mezger und Kollegen berichten über ihre Entdeckung im US-Wissenschaftsjournal "Science".

Bisher waren die Forscher davon ausgegangen, dass das andauernde Bombardement mit Meteoritenschauern im jungen Sonnensystem wahrscheinlich jede feste Kruste auf der Erde zunächst zerstört hat. Durch die Korrektur des Rechenfehlers beim radioaktiven Zerfall von Lutetium-176 zu Hafnium-176 müssen die ältesten bekannten Minerale der Erde jedoch von Kontinenten stammen, die fast so alt sind wie die Erde selbst.

Zerfalls-Uhr tickt vier Prozent schneller

Zwar tickt die Zerfalls-Uhr nur vier Prozent schneller als bisher angenommen. Dadurch schrumpft aber der Zeitraum zwischen der Entstehung der Erde vor 4,56 Milliarden Jahren und den ältesten Mineralienfunden um rund 200 Millionen Jahre zusammen. "Die Funde sind nicht wie bisher angenommen 4,2 Milliarden Jahre alt, sondern vielleicht schon 4,4 Milliarden Jahre", sagte Mezger, der die Entdeckung gemeinsam mit seinen Kollegen Erik Scherer und Carsten Münker gemacht hatte.

dpa - Foto: Archiv

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Zuletzt geändert am 26. Juli 2001 14:28 von aj

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