Mo 25.06.2001
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... Männer machen große Sorgen
Prof. Digel setzt große Hoffnung auf die EM im August 2002 in München: "Es wird die EM, bei der man neue Stars entdecken wird". Eine sehr optimistische Einschätzung, sind doch nur vereinzelt Aufsteiger wie der junge Mittel- und Langstreckler Wolfram Müller, 400-m-Hoffnung Ingo Schultz oder die Sprint-Sternchen Sina Schielke und Tim Goebel in Sicht. Kurzfristig sieht auch Digel eher schwarz: "Edmonton wird eine sehr schwierige Etappe - und das hat nichts mit dem neuen DLV-Präsidenten zu tun.
Leistungsträger vor dem Karriereende
Pessimistisch sieht Lars Riedel die Zukunft: "Nach der EM könnte es erst recht bergab gehen, weil viele aufhören", sagt der diese Woche 34 Jahre alt werdende viermalige Diskus-Weltmeister, auch wenn er seinen Karriere-Schlusspunkt erst bei Olympia 2004 in Athen setzen will. Deutschlands Sportlerin des Jahres, Heike Drechsler, hört 2002 definitiv auf. Gleiches zeichnet sich ab für langjährige Leistungsträger wie Kugelstoßer Oliver-Sven Buder, Speerwerfer Raymond Hecht und Hürdensprinter Florian Schwarthoff. Ob die guten Ergebnisse der letztjährigen Junioren-WM mit Platz eins in der Nationenwertung irgendwann auch auf den Erwachsenen-Bereich durchschlagen, ist die entscheidende Frage. Die von DLV-Präsident Prokop genannten "Hausaufgaben" scheinen nur lösbar, wenn verkrustete Verwaltungs- und Trainer-Strukturen aufgebrochen werden. Ein Unterfangen, das schon sein Vorgänger vergeblich vorantrieb. Einen konkreten Vorschlag formulierte DLV-Generalsekretär Frank Hensel in Bremen: "Der Verband muss wieder zentraler in den Trainingsprozess der Athleten eingreifen, wenn wir die Junioren-Erfolge umsetzen wollen."
Von Berthold Mertes, sid - Fotos: AP, dpa
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