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Mo 25.06.2001

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DLV-Leichtathleten bereiten viele Sorgen
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Nach dem Europacup: Tristesse bei den deutschen Leichtathleten

Männer machen große Sorgen

Bremen - Bei den Männern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ist sechs Wochen vor den Weltmeisterschaften in Edmonton der Wurm drin. Verletzungspech und Formschwächen verursachten den sechsten Platz von Bremen und damit das mit Abstand schwächste Europacup-Abschneiden des starken Geschlechts seit der Wiedervereinigung.

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Auf sie war Verlass: Heike Drechsler.

Die WM-Perspektiven sind keineswegs rosig. "Die Männer machen mir große Sorgen", bekannte DLV-Präsident Clemens Prokop, der Trost bei den Frauen fand, "die sich mit Platz zwei durchweg positiv dargestellt haben".

Kaum Medaillen-Kandidaten

Aber die Männer: Nur die Europacupsieger Lars Riedel im Diskuswurf und Michael Stolle im Stabhochsprung sowie dessen Disziplinkollegen Danny Ecker können derzeit als ernsthafte Medaillenkandidaten für die WM vom 3. bis 12. August in Kanada angesehen werden. Dort könnten beide deutschen Titelverteidiger fehlen: Dreispringer Charles Friedek sagte nach dem in Bremen erlittenen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel ab, Hammerwerfer Karsten Kobs denkt auf Grund seiner Formschwäche an Verzicht. Noch etwas bangen um den Saisonhöhepunkt muss 800-m-Olympiasieger Nils Schumann wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade, nicht fit sind der Hochsprung-WM-Dritte Martin Buß und der Weitsprung-Olympiafünfte Kofi Prah.

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Einer der wenigen Lichtblicke bei den Männern: Diskuswerfer Lars Riedel.

Auch bei Frauen viele Probleme

Doch die Probleme gehen tiefer, Sorglosigkeit ist auch im Frauenbereich fehl am Platz. "In einer Reihe von Disziplinen fehlt uns die Konkurrenzfähigkeit", analysiert Prokop schonungslos. Die Bedenken des seit knapp 100 Tagen amtierenden DLV-Chefs sind ernsthafter Natur: "Bremen hat uns aufgezeigt, dass sich die Dichte in der Spitze deutlich reduziert hat. Unsere Hausaufgabe wird es sein, diese wieder zu verbreitern, aber das kann nicht über eine kurzfristige Konzeption gelingen, sondern ist eine Herausforderung für die nächsten Jahre."

"Bei den Großereignissen der Vergangenheit sind die Probleme durch Medaillen verdeckt worden", sagt Prokop nicht zuletzt in Anspielung auf die zwölf DLV-Plaketten bei der WM 1999. Gleicher Meinung ist sein Vorgänger im Präsidentenamt, Prof. Helmut Digel: "In Sevilla wurde das Maximum erreicht. In Sydney hat man sehen können, wo wir wirklich stehen." Insgesamt gab es fünf deutsche Olympia-Medaillengewinner, darunter neben der "Bank" Lars Riedel (Silber) als zweiter Mann Nils Schumann.

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Zuletzt geändert am 25. Juni 2001 15:38 von sab

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